Frieden bei Bauplänen für den Friedenspark
Eine Bürgerinitiative kämpft in Hermagor für Erhaltung eines öffentlichen Zugangs für den Friedenspark. Unternehmer möchte Teil des Parks für Parkplätze verwenden. Kompromiss in Sicht.
Der Friedenspark muss erhalten bleiben! Obwohl Hermagor von Natur umgeben ist, braucht es auch in der Stadt eine Grünfläche, wo Kinder spielen, ältere Menschen auf der Bank sitzen und Angestellte ihre Mittagspause verbringen können und in Hermagor gibt es sonst keine öffentliche Grünfläche", sagt Bernhard Gitschtaler. Er setzt sich mit einer Bürgerinitiative für die Erhaltung des Parks ein.
Hintergrund: Bereits vor zwei Jahren sollte das Grundstück, das der katholischen Kirche gehört, als Ganzes verkauft und zu Bauland umgewidmet werden. Der Unternehmer Christian Sölle wollte im an den Park angrenzenden Gebäude Wohnungen errichten, für die auch Parkplätze gebraucht würden. Aus Angst, der ganze Park könnte zubetoniert werden, formierte sich damals eine Bürgerinitiative aus Schülern und Studenten, die innerhalb kürzester Zeit an die 800 Unterschriften gegen das Projekt sammelten und damit Erfolg hatten.
Kompromiss
Nun wurde das Thema wieder aktuell: Sölle will bis Ende 2013 fünf bis sechs Wohnungen bauen, inklusive Parkplätze für Mieter und Kunden des Sportgeschäfts. "Wir wollen keinem schaden, sondern eine gemeinsame Lösung finden. Wir wären einverstanden, den vordersten Teil des Parks für Parkplätze zu verwenden. Die verbleibenden rund 1000 Quadratmeter müssen aber öffentlich zugänglich bleiben und stärker ins Marketingkonzept der Stadt eingebunden werden. Christian Sölle zeigt sich da kompromissbereit", sagt Gitschtaler. Auch mit Bürgermeister Siegfried Ronacher habe es positive Gespräche gegeben.
"Das war damals ein Missverständnis. Wir wollten nie den Park zubetonieren, nur die Umwidmung hätte das ganze Grundstück betroffen", sagt Sölle, der nun nur noch den Grundstücksteil für die Parkplätze kaufen will. "Wir haben mit der Bürgerinitiative guten Kontakt. Auch ein öffentlicher Zugang soll grundbücherlich festgehalten werden", sichert Christian Sölle zu.
Features
FAKTEN
Geschichte. Der Friedenspark war ursprünglich ein Friedhof, der älteste Hermagors. Darauf weist noch heute die Marienkapelle hin, die der Handelsmann Johann Moro Mitte des 19. Jahrhunderts als Grabstätte erbauen ließ.
Bürgerinitiative. Sie bildet sich aus der Bevölkerung, engagiert sich für bestimmte Themen und kann so Einfluss auf öffentliche Meinung & Politik nehmen.
Internet. Die Hermagorer Bürgerinitiative ist auch auf Facebook unter "Gemeinsam für den Friedenspark" zu finden und zu kontaktieren.







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