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    Zuletzt aktualisiert: 31.05.2012 um 21:28 UhrKommentare

    Ein "Specktakel" für Augen und Gaumen

    Zum 20. Mal ist am Wochenende der Gailtaler Speck, mittlerweile mit Echtheitsplombe patentiert, in aller Munde. Rund 30.000 Besucher werden beim Speckfest erwartet.

    Foto © KLZ/Koscher

    Fünf Tonnen Gailtaler Speck landen am Samstag und am Sonntag in den Mägen oder im Einkaufssackerl der rund 30.000 Besucher. Denn das Speckfest, das von der Kleinen Zeitung im Rahmen der Aktion "Kuchlmastas Köstliches Kärnten" präsentiert wird, ist über die Grenzen bekannt. Seit 20 Jahren lockt der mürbe und würzige Speck mit der Echtheitsplombe Feinschmecker in den Südwesten Kärntens.

    Trotz allen Zuspruches: "Das Produkt zeichnet sich durch seine Qualität und nicht Quantität aus", sagt Albert Jank, Obmann der 25 "Gailtaler Speck"-Mitglieder. "Deshalb gehen wir auch nicht mit dem Produkt in die Supermärkte." Der patentierte Speck ist ab Hof oder auf den Kärntner Märkten zu kaufen. Allerdings soll es bald auch einen kleinen Delikatessenladen in Hermagor geben, in dem Speck und Almkäse aus dem Gailtal angeboten werden. "In einem Monat wird das Geschäft eröffnet", sagt Jank.

    Das Speckfest kann zu seinem 20-jährigen Bestehen auf eine lange Liste an Erfolgen zurückblicken: In den vergangenen 19 Jahren wurden in Hermagor 450.000 Besucher gezählt. Was sich in einer Wertschöpfung von zehn Millionen Euro zu Buche schlägt. Und schlussendlich der Region bis heute 70.000 Übernachtungen brachte. "Viele Stammgäste legen ihren Urlaub rund um das Speckfest", sagt Jank.

    Vater des Speckfestes

    Der Fleischermeister in Rente hatte vor zwei Jahrzehnten die g'schmackige Idee, ein Fest dem Gailtaler Speck in Hermagor zu widmen. "Was für San Daniele der Schinken, könnte für Gailtal der Speck sein", dachte sich damals Siegfried Lasser sen. Mit guten Bekannten, Freunden und dem damaligen Bürgermeister Vinzenz Rauscher stellte Lasser das erste Gailtaler Speckfest auf die Beine. "Der Speck ist einfach das Wahrzeichen des Gailtales und gehört gefeiert", sagt Lasser, dessen Großvater auch schon Fleischer war. Doch nicht nur beim Gailtaler Speckfest unterhält Lasser das Publikum: Als "Specki" trat der heute 73-Jährige jahrelang im Hermagorer Fasching auf.

    Weit gereiste Produzentin

    Bis zu 50 Rinder und ebenso viele Schweine nennen Gottfriede Oman und ihr Mann Helmut ihr Eigen. Auch sie gehören zu den Pionieren des Speckfestes. "Das war damals eine große Chance für die Bauern und das Tal. Die durften wir uns nicht entgehen lassen", sagt die Bäuerin aus Eggforst bei Hermagor. "Und es hat sich gelohnt." Zusammen mit ihrem Sohn und der Schwiegertochter meistert sie heute den Betrieb. "Wobei ich hauptsächlich auf den Märkten verkaufe", sagt Oman. "Ich komme gerne herum." Verständlich, dass sie auch gerne auf Reisen geht und schon viel gesehen hat - wie etwa den namensgleichen arabischen Staat Oman.

    Feinspitz-Touristiker

    "Ich esse fast täglich Gailtaler Speck", sagt Walter Zerza, der als Touristiker seit 20 Jahren der Geschäftsführer des Vereines Gailtaler Speck ist. Dabei lässt der 53-Jährige am liebsten hauchdünn geschnittenen Bauch- und Seitenspeck auf seiner Zunge zergehen. Anregungen für das jährliche Gailtaler Speckfest holt sich der Rattendorfer bei den Nachbarn im italienischen San Daniele oder im steirischen Auersbach. "Der Vulkanland-Schinken schmeckt auch sehr gut." Nichtsdestotrotz: Der Gailtaler Speck ist für Zerza der beste und so darf auf dem Speckfest für Zerza eines nicht fehlen: "Eine herzhafte Frigga in der Früh; dann geht sich auch das eine oder andere Bier und Schnapserl aus."

    ESTHER FARYS

    Genussvolles Fest

    Das 20. Gailtaler Speckfest - präsentiert von der "Kleinen Zeitung" - findet am Samstag, 2. 6., und Sonntag, 3. 6., in Hermagor statt.

    Bereits am Freitag, 1. 6., stehen ab 19 Uhr das Fest "Speck"-takel auf dem Wulfeniaplatz, "Löwe trifft Gailtaler Speck" auf dem Hauptplatz und der Dämmerschoppen auf dem Programm. Am Samstag, 2. 6., beginnt um 8 Uhr das 20. Gailtaler Speckfest. Mit dem traditionellen Speckanschnitt um 10 Uhr auf dem Wulfeniaplatz ist es dann offiziell eröffnet. Um 13.30 und 14.30 Uhr (auch am Sonntag) haben Besucher die Möglichkeit, Speckproduktionsstätten zu besichtigen. Um 14 Uhr startet die "Genussregion Österreich Bewegt"-Radtour. Am Abend heißt es dann wieder "Speck"-takel. Am Sonntag, 3.6., gibt es von 9 bis 18 Uhr Livemusik. Eintritt frei!

    Mehr Infos finden Sie auf der Homepage www.speckfest.at.

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