Rettung vor dem Erfrieren
Zwei dramatische Einsätze in der Nacht zum Stefanitag im Gailtal: Ein 19-jähriger Jungbauer stürzte in Kirchbach mit seinem Auto 250 Meter weit ab. Ein betrunkener Angestellter (47) aus Gundersheim lag im Feld.

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Am Stefanitag gegen 5.50 Uhr in der Früh hörte ein Bauer in Grafendorf im Oberen Gailtal Hilferufe aus dem Wald hallen. Polizisten fanden schließlich in extrem steilem Gelände einen 19-jährigen Jungbauern und ein Autowrack. "Der schwer verletzte junge Mann versuchte verzweifelt, zurück auf die Straße zu kommen", berichtet ein Beamter. "Das war überaus gefährlich. Er drohte noch einmal abzustürzen."
Feuerwehrmänner, Bergretter aus Kötschach, eine Notärztin und der Rettungshubschrauber C 7 wurden zu Hilfe gerufen. Der 19-Jährige wurde im steilsten Gelände gesichert, erstversorgt und schließlich mittels Gebirgstrage geborgen. Er konnte in stabilem Zustand ins Krankenhaus Lienz geflogen werden.
Der Unfall dürfte sich bereits um Mitternacht ereignet haben. Der Jungbauer wollte mit seinem Pkw von Grafendorf zum auf 1080 Meter Seehöhe gelegenen elterlichen Hof. Warum er in einer leichten Rechtskurve in Kattlingberg von der Fahrbahn abkam, ist unklar. Das Auto stürzte sich mehrmals überschlagend 250 Meter in die Tiefe. Der junge Mann wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Zum Glück wurden seine Hilferufe später gehört.
Selbst Alarm schlagen konnte in der gleichen Nacht ein Angestellter (47) aus Gundersheim. Er war auf der Gailtaler Schattseite zwischen den Ortschaften Griminitzen und Godersbach zu Sturz gekommen. Gegen 2.10 Uhr klingelte bei der Polizei in Kötschach das Telefon. Der offensichtlich betrunkene Mann wollte Hilfe. Das Gespräch brach plötzlich ab. Eine Sektorstreife der Exekutive fand den Gestürzten eine Stunde später liegend in einem Feld neben der Straße. Er war nicht mehr ansprechbar und bereits unterkühlt. Schließlich lag die Außentemperatur bei minus acht Grad. Der Mann wurde nach der ärztlichen Erstversorgung ins Krankenhaus Laas gebracht.











