Kandidaten stellten sich den Bürgern vor
Bürgermeisterwahl in der Wulfeniastadt: Als Entscheidungshilfe für die Hermagorer Bevölkerung bat die Kleine Zeitung die drei Spitzenkandidaten für die Bürgermeisterwahl am Donnerstag auf das Podium.

Foto © TraussnigIn der "Kleinen Zeitung Arena": Siegfried Ronacher, Moderator Helmut Stöflin, Leopold Astner und Helmut Haas (von links)
Großes Interesse zeigten die Hermagorer, ihre drei Bürgermeisterkandidaten besser kennenzulernen. Über 400 Leute waren gekommen, um den geschäftsführenden Bürgermeister Siegfried Ronacher (SPÖ), Vizebürgermeister Helmut Haas (FPK) und Stadtrat Leopold Astner (ÖVP) auf dem Prüfstand in der "Kleinen Zeitung-Arena" zu erleben. Redakteur Helmut Stöflin moderierte Donnerstagabend die Podiumsdiskussion im Hermagorer Stadtsaal.
Haas, mit fast 40 Jahren Erfahrung bereits ein alter Hase in der Politik, ist den Bürgern bekannt, weil er bereits bei der Bürgermeisterwahl 2009 Spitzenkandidat war. Von Ronacher und Astner mussten sich viele ein genaueres Bild machen. Die drei gehen am 25. September in das Rennen um den Bürgermeistersessel, den Langzeitbürgermeister Vinzenz Rauscher im Mai dieses Jahres aus gesundheitlichen Gründen geräumt hatte.
Wahlkampfthemen
Astner (50), studierter Geometer, hält sich für den geeigneten Bürgermeister, weil er sich im idealen Lebensabschnitt befindet, Amt, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen: "Ich möchte die Bürger stärker in Entscheidungen einbinden, nur so sind sie motiviert, aktiv mitzugestalten."
Ronacher (45), ÖBB-Lokeinsatzleiter, seit Mai interimistisch im Amt, setzt auf den Beistand seines politischen Ziehvaters Vinzenz Rauscher. "Meine Ziele sind die Barrierefreiheit in der Stadt, die Schaffung von Arbeitsplätzen und neuen Wohnungen sowie die Einführung des E-Governments, um die Abläufe im Gemeindeamt zu vereinfachen", sagte Ronacher.
Landtagsabgeordneter Haas (61), Baugruppenleiter bei der Porr, strich seine guten Kontakte zur Landespolitik heraus. Für ihn sind Vereine das Rückgrat der Ortschaften, daher gehören sie stärker gefördert. Er will die ESG-Wohnungen kaufen, ein Impulszentrum für Jungunternehmen gründen und den Tourismus forcieren.
Während Ronacher davon ausgeht, dass er gewinnt - er wünscht sich 50 Prozent und eine Stimme, rechnen Haas mit 34 und Astner mit 33 Prozent der Stimmen.
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Seit 2007 bin ich mit Bürgermeister Vinzenz Rauscher Hand in Hand gegangen. Ich werde mich bemühen, die Größe seiner Schuhe zu erreichen.
Siegfried Ronacher (SPÖ)
Die Schuhe vom Vorgänger sind mir nicht zu groß, ich verfüge über langjährige Erfahrung in Politik und Wirtschaft.
Helmut Haas (FPK)
Gewaltige Herausforderungen werden auf uns zukommen, die Fußstapfen von Vinzenz Rauscher sind mir aber nicht zu groß, weil ich 25 Jahre Berufserfahrung in der Wirtschaft einbringe und in den nächsten Jahren noch sehr viel für Hermagor tun kann.
Leopold Astner (ÖVP)
Als Politiker muss man sich jeden Tag in den Spiegel schauen können.
Helmut Haas
Ich möchte als Bürgermeister jede Entscheidung im rechtlichen Rahmen treffen und trotzdem den Menschen im Vordergrund sehen.
Siegfried Ronacher
Mein Wertesystem beruht sehr stark auf Familie.
Leopold Astner
Ich wollte eigentlich keine Wahlplakate aufstellen, der Druck aus den eigenen Reihen wurde dann doch zu groß.
Siegfried Ronacher
Der Wahlkampf kostet mich sehr viel Geld, aber jeder einzelne Cent ist es mir für die Hermagorer wert.
Helmut Haas
Frühstücksgespräche in den Ortschaften dominierten meinen Wahlkampf. So konnte ich viele Anliegen sammeln, die ich als Bürgermeister abarbeiten werde.
Leopold Astner
Mit einer Million sind wir die nächtigungsstärkste Gemeinde Kärntens.
Derselbe
Hermagor hat die geringste Arbeitslosenrate in Kärnten, derzeit gibt es 109 Arbeitssuchende.
Siegfried Ronacher
50 Wohnungen fehlen in Hermagor, da müssen wir dringend etwas tun.
Helmut Haas












