Lesachtal darf sich mit dem Titel Bergsteigerdorf schmücken
Das naturnahe Lesachtal befindet sich ab sofort in bester Gesellschaft mit 17 Bergsteigerdörfern in Österreich. Die Auszeichnung wurde vom Alpenverein vergeben.
Das Lesachtal gehört nun zu den "Bergsteigerdörfern". Neben Mallnitz und Malta ist es die dritte Kärntner Gemeinde, die diese Bezeichnung tragen darf. Österreichweit sind es 17 Regionen beziehungsweise Gemeinden, darunter auch die Osttiroler Nachbargemeinden Untertilliach, Obertilliach und Kartitsch. "Für die Aufnahme gibt es strenge Kriterien", sagt Christina Schwann vom Österreichischen Alpenverein (OAV), der diese Auszeichnung vergibt.
"Bergsteigerdörfer" setzen auf sanften Tourismus, zeichnen sich durch den Einklang mit der Natur aus und gelten als Pioniere im Alpinismus. Die Bezeichnung ist für jene Orte vorgesehen, die weniger als 2500 Einwohner haben und an der Peripherie liegen. Wichtig ist, dass die Gemeinden auf technische Aufstiegshilfen, wie Schischaukeln, verzichten.
Bergtourismus
"Zu den Kriterien zählen auch die Erforschung, Erhaltung und Entwicklung des vorhandenen materiellen und immateriellen Kulturerbes sowie die überlieferten Kenntnisse", beschreibt Peter Haßlacher (OAV) die Voraussetzungen. Über das "Bergsteigerdorf" Lesachtal wurde auch ein Buch publiziert. Walter Mair aus Lienz hat die bergtouristische Geschichte und Entwicklung des Tales in fast zweijähriger Arbeit festgehalten. "Ich habe damit nicht nur das Tal, sondern auch die Menschen kennen und schätzen gelernt", sagt Mair, der schon mehrere Touren- und Wanderführer für die Bergwelt in Osttirol und Oberkärnten veröffentlicht hat.
Für die "Bergsteigerdörfer" wird demnächst ein Entwicklungskonzept vom OAV erarbeitet. "Jede Region erhält ihr eigenes Konzept", sagt Schwann und denkt im Lesachtal an bessere Vermarktung und Serviceleistungen.












