Stromautobahn: Proteste zeigen in Italien Wirkung
Im Kampf gegen die grenzüberschreitende 220-kV-Stromautobahn über das Kronhofer Törl im Bereich der Karnischen Alpen haben die Bürgerinitiativen aus dem Gailtal und Friaul die Kommunalregierung von Tolmezzo offenbar weichgeklopft.

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Bisher stand man dort der kritisierten Freileitung positiv gegenüber. Jetzt appelliert man an den friulanischen Präsidenten Renzo Tondo, das Projekt nicht zu genehmigen, da ökonomische und ökologische Kompensationen unzureichend wären.
Fünf betroffene italienische Kommunen und die Gailtaler Gemeinden fassten bereits Beschlüsse gegen die Stromautobahn, betont Hannes Guggenberger von der Bürgerinitiative "Pro Gailtal". In Friaul wie in Kärnten weisen Kritiker auf die begrenzten Reserven zur Speisung der Stromleitungen hin. Das wurde bereits 2008 in einer von der Kärntner Landesregierung beauftragten Studie der TU Graz herausgearbeitet. Hier erreicht das Erdkabel-Projekt über den Plöckenpass von Wilfried Klauss aus Kötschach die beste Bewertung.
Die Tatsache, dass vier der sechs projektierten Stromleitungen von Friaul in seine Nachbarländer Slowenien und Kärnten Erdkabel sind, ist laut Guggenberger ein deutliches Zeichen dafür, dass dem Erdkabel die Zukunft gehört. "Pro Gailtal" fordert daher auch auf Kärntner Seite auf, mutige Entscheidungen gegen das landschaftszerstörende Freileitungsprojekt zu setzen.












