Lauter Protest gegen Stromautobahn
Kärntner gingen in Tolmezzo auf die Straße: Sie protestierten unter insgesamt 4000 Menschen gegen den Bau einer 220 kV-Leitung von Friaul nach Würmlach.

Foto © GuggenbergerDemonstranten lehnen Stromautobahn von Friaul nach Kärnten ab
4000 Menschen versammelten sich am Samstag vor dem Rathaus von Tolmezzo, um gegen den Bau einer 220 kV-Stromleitung von Friaul nach Würmlach zu protestieren. "Das waren doppelt so viele Demonstranten wie im November in Paluzza", freut sich Hannes Guggenberger, Sprecher der Bürgerinitiative "Pro Gailtal". "Wir haben ein starkes Zeichen des Protestes gesetzt."
An der Kundgebung beteiligten sich nicht nur Bürgermeister aus sieben angrenzenden betroffenen Gemeinden, sondern auch eine starke Abordnung des Obergailtaler Alpenvereins mit Obmann Josef Lederer an der Spitze. Mit Pfeifen, Ratschen und Glocken machten die Demonstranten den Bürgermeister von Tolmezzo Dario Zearo auf die Problematik der Stromautobahn aufmerksam. Dieser beobachtete vom Rathaus aus die Veranstaltung. Zearo sowie der ebenfalls aus Tolmezzo stammende Regionalpräsident von Friaul-Julisch Venetien, Renzo Tondo, sind Anhänger der Stromleitung. Kötschachs Vizebürgermeister Josef Zoppoth und Gemeinderat Peter Warmuth (Dellach/Gail) gaben öffentlich die ablehnende Haltung ihrer Kommunen bekannt. Entsprechende Beschlüsse in den Gemeinderäten wurden bereits gefasst.












