1,6 Millionen Euro erstritten
Gewerkschaft kämpfte erfolgreich um Sozialplan für Intercold-Mitarbeiter in Hermagor. Sie erhalten noch vor Weihnachten finanzielle Abgeltung.

Foto © KronhoferFür einen fairen Sozialplan gingen im Juli 2009 die Mitarbeiter der Firma Intercold auf die Straße
Seit Donnerstagabend ist es amtlich: Die 97 gekündigten Mitarbeiter der ehemaligen Firma Intercold in Kühwegboden bei Hermagor erhalten brutto insgesamt 1,62 Millionen Euro als Sozialplan. "Wir haben ein Jahr lang für die Belegschaft durch alle Instanzen gekämpft und bis zur Beschwerde beim Bundesministerium für Justiz überall recht bekommen", sagt Gernot Kleißner, Landessekretär der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung -die Kleine Zeitung hat berichtet.
Bis zum 15. Dezember wird die Abfindung, nach einem von Betriebsrat, Gewerkschaft und Arbeiterkammer erarbeiteten Punktesystem, verteilt. Pro Punkt kommen 879 Euro zur Auszahlung. "Das System nimmt auf die Familiensituation Bedacht, aber auch auf die Beschäftigungsdauer und die noch ausstehenden Jahre bis zur Pension spielen eine Rolle", sagt Kleißner.
"Froh über Einigung"
"Um alle Härten abzufedern, lagen unsere Erwartungen bei 2,4 Millionen Euro. Trotzdem sind wir froh über die Einigung", sagt Kurt Wastian. Härten ergeben sich laut dem Betriebsratsobmann durch befristete Beschäftigungsverhältnisse oder durch Lohneinbußen von bis zu 50 Prozent bei einem Neustart in anderen Firmen. Laut Franz Janschitz, Arbeitsmarktservice, sind aktuell noch elf der ehemaligen Intercold-Mitarbeiter ohne Beschäftigung. "Fünf davon absolvieren eine Seminarausbildung. Durch speziell auf diese Arbeitnehmer zugeschnittene Kurse ist die Wiedereingliederung rasch gelungen", sagt Janschitz.












