Demonstration in Paluzza gegen die 220-kV-Leitung
Am Samstag wurde in Paluzza in Friaul in beeindruckender Weise gegen die geplante 220-KV-Freileitung von Kötschach-Mauthen nach Somplago demonstriert. 2000 Menschen protestierten gegen die Zerstörung der Schönheit ihrer Heimat.

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Alle Geschäfte entlang der Route des Demonstrationszuges waren in Solidarität mit den Zielen der Kundgebung geschlossen. Die Bürgermeister, mit Schärpen der Tricolore geschmückt, schworen über Stunden die begeisterte Bevölkerung auf den Widerstand gegen die geplante Leitung ein. Es war ein Volksfest der Region, an dem auch die Kärntner Initiative "Pro Gailtal" und der österreichische Alpenverein teilnahmen.
Im Gespräch mit einem alten Ehepaar erfuhr man, dass in dieser Gegend Wasser im Zuge der Privatisierung vier Mal teurer geworden war und man die Landnahme in Folge der projektierten 220-kV-Freileitung durch eine private italienische Gesellschaft unter Beteiligung des Verbundes als weitere Enteignung empfände. Man ahnt, dass die Menschen wahrzunehmen beginnen, dass sich private Interessengruppen öffentliches Gut billig zu eigen machen, um daraus riesige Profite zu schlagen. Dabei bleibt aber der kleine Mann in seiner ausgebeuteten Heimat zurück, ohne dass dieser Schaden gut gemacht werden könnte. Auch die Kinder und Kindeskinder würden mit dieser Erblast zu leben haben.
Man raubt den Menschen die Schönheit der Bäche und Flüsse. Die Profiteure können sich bestimmt irgendwo in der Welt neue Schönheit kaufen. Die Menschen vor Ort hat man arm gemacht, denn auch der Gast bucht die Schönheit. So sehen das jedenfalls die Demonstranten von Paluzza.












