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Zuletzt aktualisiert: 01.11.2010 um 21:24 UhrKommentare

Wohnhaus von Mure bedroht

Hochwasseralarm für die Feuerwehren im Raum Kötschach-Mauthen. Keller überflutet, Hänge drohen abzurutschen. Helfer standen zwölf Stunden im Dauereinsatz.

Die Mure bedroht das Wohnhaus. Während der Nachtstunden darf es nicht betreten werden

Foto © FF Kötschach-Mauthen/Gerald PrasterDie Mure bedroht das Wohnhaus. Während der Nachtstunden darf es nicht betreten werden

Es hat gekracht und geächzt. Als ich hinter das Haus ging, sah ich das Malheur." So schildert Valentin Jakoviciuk aus Kötschach die Geschehnisse gestern kurz nach 4 Uhr früh. Der starke Regen vom Wochenende hatte den Hang hinter dem Einfamilienhaus völlig aufgeweicht. Rund 100 Kubikmeter Erde und Schlamm kamen ins Rutschen. Jetzt türmt sich die Mure rund zwölf Meter hoch bis zum Giebel. Valentin Jakoviciuk wohnt seit 30 Jahren im Haus, hat den Hang extra mit viel Aufwand begrünt, um ihn zu stabilisieren.

Nach einem ersten Lokalaugenschein entschied der Landesgeologe, dass das Haus während der Nachtstunden niemand mehr betreten darf. Gerald Praster von der Feuerwehr Kötschach: "Wir haben mit Planen das aufgeweichte Erdreich abgedeckt, um eine weitere Durchfeuchtung zu verhindern."

Zwölf Stunden im Einsatz

Zwölf Stunden lang stand Praster gestern mit 30 Kameraden im Dauereinsatz: "In der Pflugfeldsiedlung waren bei mehreren Häusern die Keller überflutet. Von der FF Kirchbach haben wir zwei Stark-Tauchpumpen zur Verfügung gestellt bekommen. Die können je 2400 Liter Wasser pro Minute absaugen", so Praster. Koordiniert von der Landes-Alarm- und -Warnzentrale stand auch Material aus den Katastrophenschutzlagern in Villach und Klagenfurt in Bereitschaft.

Als am Nachmittag der Regen nachließ, entspannte sich auch die Lage im oberen Gailtal "Wir können nur hoffen, dass die Wetterlage umschlägt", so Praster. Weitere Feuerwehreinsätze gab es auch im Raum Würmlach. Im unteren Gailtal schwoll der Gailfluss zwar mächtig an. In den Auen stand Wasser. Unmittelbare Gefahr für Dörfer und Siedlungen gab es aber vorerst nicht.

Die Meteorologen sagen ab der Wochenmitte eine nachhaltige Wetterbesserung voraus. Auch die Temperaturen sollen steigen.

PETER KIMESWENGER

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