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    Zuletzt aktualisiert: 15.10.2010 um 20:17 UhrKommentare

    "Kleine Delle" in der touristischen Sommerbilanz

    In den fünf Tourismusregionen der Oberkärntner Bezirke Spittal und Hermagor gingen die Sommernächtigungen um bis zu 2,9 Prozent zurück. Stadt Spittal punktet mit Geschäftsreisenden.

    Bei den Nächtigungen konnte die Stadt Spittal in der Seenregion im Sommer am meisten zulegen

    Foto © Rie-PressBei den Nächtigungen konnte die Stadt Spittal in der Seenregion im Sommer am meisten zulegen

    Die 13 Mitgliedsgemeinden der Nationalparkregion Hohe Tauern verzeichneten von Mai bis Ende August einen Nächtigungsrückgang von 2,8 Prozent. Für Maria Alber, der Vorsitzenden der Region, haben "die Witterung im Frühsommer und die Fußball-WM zum Minus beigetragen, das es vorwiegend in Nicht-inklusiv-Betrieben der Nationalpark Kärnten Card gab. Deshalb bemühen wir uns, noch mehr Betriebe dafür zu gewinnen". Das höchste Minus weist Reißeck mit 14,1 Prozent auf. Mit einem Plus von 9,7 Prozent konnte Mallnitz am meisten zulegen. Um ein Prozent rückläufig waren die Nächtigungen der acht Mitgliedsgemeinden der Millstätter See Tourismus GmbH (MTG). Geschäftsführerin Maria Wilhelm ortet "Strukturprobleme bei den Privatzimmervermietern" und will weiter auf "Erlebnisleistungen setzen". Das höchste Minus der Region mit 10,9 Prozent in Fresach (Villach-Land) sieht Wilhelm in den "kleinen Strukturen" begründet.

    Plus für Spittal

    Den höchsten Zuwachs, den Spittal mit 8,8 Prozent erzielte, führt die Touristikerin auf Geschäftsreisende zurück. Ein Minus von 2,57 Prozent verzeichnet die Region Lieser- Maltatal. "Das Wichtigste im Tourismus sind gute Betriebe mit guten Produkten und starken strategischen Partnern. Solche Unternehmen konnten auch heuer Zuwächse verbuchen", sagt Siggi Neuschitzer. Das stärkere Minus im Juni führt der Regionskoordinator auf "fehlende Feiertage" in diesem Monat zurück. Malta hat mit Minus 6,85 Prozent den größten Nächtigungsrückgang unter den vier Mitgliedern. In den acht Mitgliedsgemeinden des Outdoorparks Oberes Drautal sanken die Nächtigungen um 2,9 Prozent. Das größte Minus in Greifenburg mit 16,6 Prozent schreibt Geschäftsführer Eckart Mandler der schlechten Witterung, zu. Die höchste Steigerung von 6,1 Prozent in Sachsenburg ist "der Verdienst von Fahrradspezialist Ferdinand Penker", sagt Mandler.

    Fußball als Stolperstein

    Ein Minus von 2,6 Prozent gab es in Kärntens Naturarena mit den sieben Gemeinden des Bezirkes Hermagor, Weißensee, Nötsch und Feistritz/Gail. "Ausschlaggebend war der Juni mit einem Rückgang von 21.000 Nächtigungen durch die Fußballweltmeisterschaft und die kühle Witterung", sagt Kurt Genser. Der Geschäftsführer der Karnischen Tourismusgesellschaft wertet das Abschneiden als "kleine Delle". Die Gemeinde Dellach/Gail verzeichnete mit 10,4 Prozent das größte Minus, zulegen konnte als einzige Gemeinde das Lesachtal und zwar um 1,2 Prozent.

    MARGRET KRONHOFER

    Tourismusregionen

    Nationalpark Hohe Tauern. Minus 2,8 Prozent; Mitglieder: Heiligenblut, Mörtschach, Winklern, Rangersdorf, Mölltaler Gletscher/Flattach, Obervellach, Mühldorf, Malta, Großkirchheim, Stall, Mallnitz, Reißeck, Lurnfeld.

    Millstätter See. Minus ein Prozent; Mitglieder: Baldramsdorf, Döbriach, Radenthein, Ferndorf, Fresach, Lendorf, Millstatt, Seeboden, Spittal.

    Lieser- Maltatal. Minus 2,57 Prozent; Mitglieder: Gmünd, Krems, Malta, Trebesing.

    Outdoorpark Oberes Drautal. Minus 2,9 Prozent; Mitglieder: Oberdrauburg, Irschen, Dellach, Berg, Greifenburg, Steinfeld, Kleblach-Lind, Sachsenburg.

    Kärntens Naturarena. Minus 2,6 Prozent; Mitglieder: Lesachtal, Kötschach-Mauthen, Dellach/Gail, Kirchbach, Hermagor, Gitschtal, Weißensee, St. Stefan/Gail, Feistritz, Nötsch.

    Keine Vollständigkeit. Diese Bilanz ist ein repräsentativer Querschnitt, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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