Frontaler Zusammenstoß: Wirt war auf der Stelle tot
Auf einer Bundesstraße nahe Hermagor kam es am Freitagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein junger GTI-Fahrer war viel zu schnell unterwegs: Die Tachonadel blieb bei 160 km/h stecken. Entgegenkommender Lenker hatte keine Chance.

Foto © BFKdo HermagorUnfall auf der B111
Auf der Unfallstelle sah es aus wie auf einem Schlachtfeld", sagen Polizisten und Feuerwehrmänner. Den Golf GTI eines jungen Gailtalers hatte es zerrissen, der Motorblock lag auf der Straße, ein Rad hatte es auf die Bahngleise geschleudert. Auf der Böschung lag der zerstörte VW Bora eines 33-jährigen Betreibers eines Lokals in Tröpolach. Für den Lenker kam jede Hilfe zu spät. Er dürfte auf der Stelle tot gewesen sein, glaubt ein Polizist.
Schauplatz des Unfalls war die Gailtal-Bundesstraße westlich von Hermagor. Der junge GTI-Lenker war gegen 15 Uhr mit einer Beifahrerin Richtung Hermagor unterwegs. Offenbar viel zu schnell, glauben die Ermittler. Denn im Wrack war die Tachonadel bei über 160 km/h hängen geblieben. Der Lenker dürfte in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Geschoss verloren haben und war auf die linke Seite geraten. Dort prallte er frontal gegen den Wagen des Gastwirts. Das unschuldige Opfer hatte keine Chance auszuweichen.
"Der Wirt hätte erst am Abend Dienst gehabt. Er wollte noch mit Freunden eine Motorradtour unternehmen", berichtet ein Polizist. Warum er schon am Nachmittag von seinem Wohnort Hermagor Richtung Tröpolach unterwegs war, ist vorerst unbekannt. Am Unfall beteiligt war noch eine Frau, die 50 Meter hinter dem Wirt fuhr. Sie schlitterte mit ihrem Wagen gegen die Wrackteile. Sie kam mit Verstauchungen und Prellungen davon. Der GTI-Lenker musste aus dem Auto geschnitten werden. Er erlitt mehrere Brüche und konnte noch nicht einvernommen werden. Auch seine Beifahrerin wurde verletzt.












