Radweg-Bau: Es fließt jetzt viel Geld
Oberes Drautal und Gailtal rüsten sich für Pedalritter. Mit dem EU-Leaderprojekt kärnten:mitte soll Radeln attraktiver werden. 459.000 Euro werden in Rad-Infrastruktur investiert.
Viel mehr Radfahrer sollen Oberkärntens Paraderadwege besuchen. Dieses Ziel verfolgt ein EU-Leaderprojekt in den kommenden drei Jahren, welches die Regionen Oberdrautal, Hermagor und "kärnten:mitte" eingereicht haben. Spätestens im September wird die Zustimmung für das Vorhaben erwartet, in das EU und die an die Radwege angrenzenden Gemeinden 459.000 Euro investieren.
"Oberstes Ziel ist eine deutliche Qualitätsverbesserung", sagt Eckart Mandler, Obmann dieses Projektes. So soll ein neues Leitsystem Radler vor allem in Städten die Orientierung erleichtern und Übersichtstafeln auf die regionale Kulinarik und örtliche Naturerlebnispunkte hinweisen. "Parallel dazu wird in einem übergeordneten Projekt jetzt der gesamte Drau-Radweg als erster Radweg Kärntens mit einer einheitlichen Beschilderung versehen", sagt Mandler. Der Hotelier kritisiert aber jene Teilstücke, die an Radwegen noch unasphaltiert sind. "Diese unzumutbaren Staubpisten, die seit Jahren bekannt sind, fallen in die Straßenerhaltung." Teil des Projektes ist in allen drei Regionen ein Radproduktbetreuer, der als zentrale Anlaufstelle Radler betreut. "An stark frequentierten Stellen sollen in Kooperation mit Radverleihern Räder untergestellt und gewartet werden. Auch die Anschaffung neuer Räder und E-Bikes ist vorgesehen", sagt Eckart Mandler.
Neue Servicestationen
Private Bus- und Taxiunternehmen werden auf Bestellung Räder zu vereinbarten Orten transportieren. Damit Erholung in kürzeren Etappen möglich ist, sollen neben den vorhandenen Einkehrgasthöfen und Rastplätzen noch weitere entstehen. Servicestationen, ausgestattet mit Werkzeug, Luftpumpen und Fahrradschlauchautomaten ermöglichen die Behebung kleiner Pannen. Während es am R 1 solche bereits gibt, werden diese am R 3 neu aufgestellt. "Problematisch ist der Radtransport durch die ÖBB. In den neuen Zuggarnituren können Räder nur eingeschränkt befördert werden. Sonst gibt es sowohl im Drautal als auch im Gailtal nur je einen Radzug morgens und abends", sagt Mandler. "Wir arbeiten an neuen Fahrplänen und versuchen Fahrradanhänger flexibel einzusetzen", sagt Bernhard Kircher vom ÖBB-Personenverkehr.
Features
PROJEKTINFO
Partner: Region Hermagor, Oberdrautal und kärnten:mitte.
Investition. Am R 1 wird um 90.000 Euro die Infrastruktur von Oberdrauburg bis Sachsenburg (Distanz 45 Kilometer) verbessert. In den R 3 werden von Kötschach-Mauthen bis Nötsch (60 Kilometer) 199.000 Euro fließen. Für den Burgen-Schlösser-Radweg vom Gurktal nach Klagenfurt sind 170.000 Euro veranschlagt. Die Kosten teilen sich je zur Hälfte EU und die Angrenzergemeinden.
Ziele. Übersichtliches Infosystem, Ruhe- und Servicemöglichkeit, Steigerung der Frequenz.












