Nach epileptischem Anfall vor dem Ertrinken gerettet
Zwei Schutzengel hatte am Montagabend ein 37-jähriger Hermagorer. Beim Baden im Pressegger See bekam er einen epileptischen Anfall und ging unter. Zwei außer Dienst befindliche Polizisten retteten den Mann.

Foto © Helmuth Weichselbraun
Zwei Polizisten wurden am Dienstag gegen 19.30 Uhr im Strandbad Pressegger See bei Hermagor zu Lebensrettern. "Ich hatte dienstfrei und war mit meinen beiden Kindern beim Baden, als mir circa 15 Meter vom Ufer entfernt ein Mann auffiel", erzählt Josef Tillian. "Kein anderer Badegast war in der Nähe."
Der 58-jährige Beamte der Polizeiinspektion Hermagor dachte zuerst, der Mann wolle tauchen. "Aber dann habe ich bemerkt, wie der Mann seitlich im Wasser lag." Tillian reagierte sofort. Er stürzte sich in den See, der an dieser Stelle rund einen Meter tief ist, und trug den 37-jährigen Gailtaler, der einen epileptischen Anfall erlitten hatte und mit dem Kopf bereits unter Wasser verschwunden war, in Richtung Strand. "Er war schon ganz blau, die Atmung hatte bereits ausgesetzt. Der Mann war bewusstlos", schildert Tillian die lebensgefährliche Situation.
Noch während der Bergung alarmierte der Polizeibeamte umgehend die Wasserrettung, bei der sein Kollege Günter Steinwender - der Mitarbeiter der Wasserrettung Hermagor hatte an diesem Tag als Polizist ebenfalls dienstfrei - gerade einen Rettungsschwimmerkurs abhielt. Gemeinsam mit Tillian zog der 46-jährige Steinwender den Mann schließlich ans Ufer, wo beide umgehend mit Reanimierungsmaßnahmen begannen. "Nach einiger Zeit begann der Mann zu husten und zum Glück wieder zu atmen", zeigt sich Tillian erleichtert.
Sensibel für Gefahren
"Als Polizist ist man für Gefahren etwas sensibler. Andere Badegäste hätten diese Situation vielleicht anders eingeschätzt und wären nicht gleich zu Hilfe geeilt", sagt Tillian, der über die Lebensrettung zwar "sehr befriedigt" ist, gleichzeitig - wie sein Kollege - aber bescheiden bleibt. "Hängen Sie das bloß nicht an die große Glocke! Seien wir froh, dass der Mann lebt. Ein paar Minuten später wäre wahrscheinlich keine Rettung mehr möglich gewesen."
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Insektor Günther SteinwenderFoto © Sobe
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Inspektor Josef TillianFoto © Sobe












