"Rote Laterne" für Bezirk Hermagor
Bezirk Hermagor ist bei Kaufkraft Schlusslicht. Im Vorjahr hatten die Hermagorer 1600 Euro weniger zum Ausgeben als der Durchschnittskärntner. Der Spittaler hatte 1100 Euro weniger.

Foto © StöflinDie Stadt Hermagor ist das wirtschaftliche Zentrum der Region. Die Kaufkraft lässt leider zu wünschen übrig
Der Bezirk Hermagor liegt 2009 als einziger Kärntner Bezirk unter den zehn kaufkraftschwächsten Bezirken Österreichs. In diesem Ranking, das die "KMU Forschung Austria" erstellt hat, nimmt Hermagor hinter dem steirischen Bezirk Hartberg und vor Tamsweg, die sechste Stelle ein. Schlusslicht ist hinter Schärding in Oberösterreich und Zwettl in Niederösterreich, der Tiroler Bezirk Lienz. Unter den zehn Kärntner Bezirken belegt Hermagor den letzten Platz, Spittal liegt gleich auf mit Völkermarkt an achter Stelle.
Grundlage für Berechnung
"Basis für die Berechnung der Kaufkraft, die am Wohnsitz und nicht am Arbeitsort erfasst wird, ist das jährliche Bruttoeinkommen, minus direkte Steuern und Abgaben plus Transferleistungen. Grundlage sind nicht Haushaltsbefragungen, sondern alle verfügbaren amtlichen Statistiken", sagt Peter Voithofer, Direktor der "KMU Forschung Austria". Während Wien im Kaufkraftranking mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 17.200 Euro pro Einwohner an der Spitze liegt, hatten die Kärntner im Vorjahr durchschnittlich 15.400 Euro zum Ausgeben. In Hermagor waren es 13.800 Euro, in Spittal 14.300 Euro. Spitzenreiter in unserem Bundesland sind die Städte Klagenfurt mit 17.600 Euro und Villach mit 16.700 Euro.
Positive Entwicklung
Die Gesamtkaufkraft des Durchschnittsösterreichers liegt bei 16.200 Euro. An der Spitze von Österreich ist Wien mit 17.200 Euro, wobei die innere Stadt Wien bei 32.200 Euro pro Kopf liegt. Laut Studie gibt es trotz gesamtwirtschaftlich angespannter Lage in ganz Österreich eine positive Entwicklung. Kärnten, Burgenland und Steiermark zeigen in den vergangenen fünf Jahren ein überdurchschnittliches Kaufkraftwachstum. Die geringste Steigerung hat Tirol, das 2009 Kärnten knapp als einkommensschwächstes Bundesland abgelöst hat.
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INFOS
Institut. Die "KMU Forschung Austria" ist 1952 aus einer Initiative für Klein- und Mittelbetriebe an der damaligen Hochschule für Welthandel, der Wirtschaftskammer und des Wirtschaftsministeriums entstanden. Das Institut ist die größte österreichische Forschungseinrichtung im Bereich der KMU-orientierten Wirtschaftsforschung.












