Neuer Anlauf für Tunnel
Wegen des schlechten Zustands der Plöckenpassstraße auf italienischer Seite plädiert ein neu gegründeter Verein in Kötschach-Mauthen für einen Scheiteltunnel nach Timau in Italien.

Foto © AP/EggenbergerDie Passstraße über den Plöcken ist in schlechtem Zustand und daher wetterbedingt oft gesperrt
Gemeinsam für den Plöckentunnel" ist der Name eines neuen Vereines in Kötschach-Mauthen dem rund 30 Personen angehören. "Unser Ziel ist eine wintersichere Plöckenstraße (B 110). Da auf italienischer Seite die Straße nicht ausbaufähig ist, sind wir für einen Scheiteltunnel vom Heldenfriedhof bis zum Gasthof Cassetta in Canada im italienischen Timau", sagt Vereinsobmann Wolfgang Thurner. Ein solcher Tunnel wurde bereits 2003 von der überparteilichen Plattform "Pro Südportal-Plöckenstraße" gefordert. Ein weiteres Plöckentunnel-Projekt wurde schon 1986 am Wirtschaftsstammtisch von Kötschach-Mauthen entwickelt (siehe Bericht rechts oben).
Keine Transitachse
Gegen diese Pläne formierte sich 1989 eine Front von Transitgegnern. "Auf italienischer Seite ist die Straße streckenweise in so schlechtem Zustand, dass jederzeit mit längeren Sperren zu rechnen ist", sagt Thurner, der die Umsetzung des 3,2 Kilometer langen Tunnels mit EU-Mitteln erreichen will. 70 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten. Weitere 30 Millionen Euro sind auf österreichischer Seite noch für die Straßenverbesserung vom Ederwirt bis zum Heldenfriedhof notwendig. Nach Auskunft der Bezirkshauptmannschaft Hermagor ist die Plöckenpassstraße ganzjährig auf italienischer Seite für Sattelkraftfahrzeuge und Busse über zehn Meter Länge gesperrt. Zwischen Sillian in Osttirol und Tarvis (Italien) gibt es daher keinen lkw- und bustauglichen Übergang.
"Ich will nicht wieder eine Alemagna-Diskussion und keine Transitachse von Tolmezzo über Kötschach-Mauthen in das Drautal. Dies wurde bereits einmal im Landtag einstimmig abgelehnt", sagt Landeshauptmann Gerhard Dörfler als zuständiger Straßenbaureferent. Bei Gesprächen mit den zuständigen Politikern in Italien will Dörfler aber "vorsichtige Gespräche für den wintersicheren Ausbau der Plöckenstraße führen". "Eine Öffnung des Passes für den Transitverkehr kommt aber nicht infrage", deponiert Dörfler.










