Polizei jagte Wilderer aus Italien mit Hubschrauber
Das Tier wurde am Luggauer Sattel erlegt und über die Staatsgrenze geschleift. Trotz der Fahndung mit einem Hubschrauber konnten die Wilderer entkommen. Das Tier ist bis zu 3000 Euro wert.

Foto © APA | Symbolbild
Wilderer - vermutlich aus Italien - sorgten Samstagnachmittag in den Karnischen Alpen im Bereich des Luggauer Sattels für einen Einsatz des Hubschraubers des Bundesministeriums. Kurz nach 13 Uhr hörte der Jagdpächter, der gerade mit einigen anderen Jägern in seinem Jagdgebiet unterwegs war, plötzlich zwei Schüsse und verständigte die Polizei. Trotz der sofort eingeleiteten Fahndung und der Unterstützung durch den Hubschrauber fehlte von den Tätern aber jede Spur.
"Wir konnten vom Hubschrauber aus auf unserem Staatsgebiet etwa auf einer Länge von 100 Metern Schleif- und Blutspuren erkennen", sagt Hubert Obernosterer von der Polizeiinspektion Liesing. 70 Meter von der Grenze entfernt hätten die Wilderer den Gamsbock dann auf italienischer Seite aufgebrochen. Weil zwei Schüsse fielen, ist derzeit unklar, ob noch ein zweites Tier geschossen wurde.
Fotos von den Tätern
Eine Chance, die Wilderer zu finden, besteht aber auch jetzt noch. "Es ist den Jägern scheinbar gelungen, die Täter mit einem Teleobjektiv von weitem zu fotografieren", sagt Obernosterer. Er will sich die Bilder heute gemeinsam mit dem Jagdpächter ansehen. "Unsere Jäger vermuten ja, dass die Italiener schon öfter etwas geschossen haben", sagt der Polizeibeamte. Die Strafen sind in einem solchen Fall sehr hoch. "Das ist ein schwerer Eingriff in fremdes Jagdrecht. Die Freiheitsstrafe kann bis zu drei Jahre betragen", sagt Obernosterer. So ein Abschuss sei 2500 bis 3000 Euro wert.












