Mit "Stil" zur neuen Mittelschule
Die Hauptschule Hermagor unterstützt mit Lernstil- und Lehrstilanalyse die Lernfähigkeit der Schüler. Das Testverfahren wurde bisher an etlichen Kärntner Schulen durchgeführt.

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Mit Unterstützung der pädagogischen Hochschule Oberösterreich wurde an der Hauptschule Hermagor mit einem Computer-Analyseverfahren der Lernstil der 447 Schüler erhoben. "Wenn wir wissen, unter welchen Bedingungen jeder Schüler optimal lernt, können wir besser darauf eingehen", sagt Margit Wieser, die Direktorin der Schule. Auch die 60 Lehrkräfte der Pflichtschule absolvierten zu Beginn dieses Schuljahres eine Lehrstilanalyse. "Durch den Vergleich dieser mit der Gruppenauswertung von Klassen, können sich Lehrer dem Stil der Klasse anpassen", sagt Wieser.
Das Testverfahren, entwickelt von der pensionierten Kärntner Universitätsprofessorin Barbara Pashnig, ermittelt neben dem bevorzugten Denkstil, auch Vorlieben bei der Sinneswahrnehmung, zeigt die Bedürfnisse nach Bewegung und Nahrung und die Beschaffenheit des Studierplatzes. Einsicht in das Analyseergebnis haben auch die Eltern, die in Gesprächen mit den Lehrern klären können, wie sie ihre Kinder besser unterstützen können.
Bessere Beziehung
Ich habe dadurch ein anderes Verständnis zum Lernverhalten und eine bessere Beziehung zu meiner Tochter bekommen", sagt Doris Mayer, die Mutter einer 14-jährigen Hauptschülerin, die selbst gerne an einer Lernstilanalyse teilnehmen möchte.
Mayer ist laut Wieser mit diesem Wunsch nicht allein. "Durch die Analyse lernt jeder viel über sich", sagt die Direktorin, und bewertet die Analyse "als wichtigen Puzzlestein zur Personalisierung der Schüler und für den Weg in Richtung neue Mittelschule. Letztere erfordert keine neuen Erfindungen, sondern eine Methodenerweiterung", sagt Wieser, die das Analyseverfahren jährlich mit den neuen Schülern durchführen will.
Für Landesschulinspektor Karl Maier dienen Lernstil- und Lehrstilanalyse "in jedem Fall der Unterstützung der Schüler und einem besseren Verständnis zwischen Schule, Schülern und Eltern. Dieses Programm, das individuell schul- oder klassenweise umgesetzt werden kann, wurde im Landesschulrat vor zwei Jahren vorgestellt und bisher an einigen Kärntner Schulen durchgeführt", sagt Maier.












