Gailtalbahn hat bald ausgepfiffen
Bahnlärm am Pressegger See: Nach Umsetzung eines mit der Bahn ausverhandelten Maßnahmenpaketes müssen Loks nicht mehr pfeifen.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Hermagor stellten die Mandatare die Weichen der Gailtalbahn in Richtung Ende der häufig kritisierten Pfeifkonzerte. "Nach Gesprächen mit Servitutsberechtigten werden vier Bahnübergänge beim Pressegger See aufgelöst", sagte Bürgermeister Vinzenz Rauscher (SPÖ). Dafür sichern die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) die Kreuzung zum Kindergarten mit einer Lichtzeichenanlage. Auch die Gestaltung der Kreuzung beim Alpe-Adria-Hotel als Fußgänger-übergang ist Teil der ausverhandelten Maßnahmen. "Dafür muss die Straße dort als Sackgasse ausgewiesen werden. Ein weiteres Pfeifsignal kann durch eine Böschungsabnahme entfallen. Durch den Beschluss dieses Paketes können wir das Pfeif-Problem von Görtschach bis Vellach lösen", sagte Referent Vizebürgermeister Helmut Haas (BZÖ).
Keine Tempo-Drosselung. Die ÖBB investieren 416.000 Euro, 30.000 Euro muss die Stadt für das Abtragen der Böschung und die Kreuzungsänderung im Hotelbereich beitragen. "Damit die Züge diesen Sommer nicht pfeifen", forderte ÖVP-Stadtrat Hannes Kandolf bis zur Umsetzung eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h. "Diese Drosselung wäre ein Präjudiz-Fall und wird von den ÖBB abgelehnt. Die meisten Pfeifsignale fallen ohnehin bis zur Hauptsaison weg. Die Lichtzeichenanlage soll im November fertig sein", so Haas. Dietmar Holzfeind (FPÖ), meinte: "Man sollte nicht alles auf die öffentliche Hand schieben. Auch die Hotels könnten zur Umsetzung etwas beitragen."












