In 42 Tagen Kärnten umwandert
800 Kilometer rund um sein Heimatland hat der Finkensteiner Helmút Hochmüller zu Fuß zurückgelegt.
Kärnten umwandern: Das war ein Wunsch, den der Finkensteiner Helmut Hochmüller vor Jahren äußerte. Als es für den Leiter des Villacher Stadtgartenamtes im Jänner 2007 Abschied vom Berufsleben nehmen hieß, hatten Kollegen und Freunde schon das passende Geschenk parat: Eine hochwertige Ausrüstung, die den Strapazen von Weitwanderungen gewachsen ist. "So, jetzt kannst losmarschieren!", schickten Kollegen und Freunde den sportlichen Ruheständler los. "Na ja, da gab es kein Zurück mehr", schmunzelt Hochmüller.
800 Kilometer. Zwei Sommer-Herbst-Saisonen lang marschierte der Finkensteiner rund um sein Heimatland. In der Netto-Zeit von 42 Wandertagen (Tagesschnitt: 8,5 Stunden) legte Hochmüller 2007 und 2008 in zwölf Etappen von zwei bis fünf Tagen insgesamt 800 Kilometer zurück. Er meisterte jeweils rund 63.000 Höhenmeter Steigung sowie Gefälle und durchschritt 42 Gemeinden.
Für jeden etwas. "Es ist wirklich für jeden Wander-Begeisterten etwas dabei: Etappen in den sanfteren Mittelgebirgen für nicht so Durchtrainierte ebenso wie hochalpine Touren für erfahrene Bergsteiger", ermuntert der 62-Jährige zum Aufbruch in Kärntens Randregionen, die ihn mit ihren "faszinierenden Landschaften, ihren originellen, interessanten, bodenständigen Bewohnern, mit vielfältiger Flora und Fauna" in den Bann zogen.
Grenzenloses Panorama. "Überdies bieten sich nicht nur unglaublich schöne Blicke in unser Land hinein, sondern über die Grenzen hinaus. Teils führen die Wege durch die angrenzenden Länder", so Hochmüller. So ging es beim Anstieg zum Sonnblick über Salzburger Gebiet. Auf dem Weg vom Glockner über die Schobergruppe hinüber ins Drautal lud in Osttirol das besonders urige Anna-Schutzhaus zur Einkehr. Am Kahlkogel gab es einen Abstecher nach Slowenien.
Kapitel. Überblicksmäßig zusammengefasst, führten die einzelnen "Wander-Kapitel" Hochmüller vom Dreiländereck über die Karawanken, die Petzen und Bleiburg nach Lavamünd. Weiter über die Soboth, Koralpe, Weinebene, Hirschegger Alpe bis Reichenfels. Von hier über St. Martin am Silberberg, die Grebenzen, Laßnitz bis zur Flattnitz. Über die Turracher Höhe, Prägartscharte, Königsstuhl, Seenock, Schönfeld zum Katschberg. Dann ging es über den Tauernhauptkamm zum Großglockner, über die Schobergruppe, den Iselsberg und Oberdrauburg ins Lesachtal und den Karnischen Höhenweg bis nach Thörl-Maglern.
In Begleitung. "Im Hochgebirge hat mich mein Freund, der erfahrene Villacher Hochalpinist Heinz Sternig begleitet", erklärt Hochmüller. Bei der Tourenplanung stützte er sich auf den Wanderführer "Kärntner Grenzweg - Weitwanderweg um Kärnten" von Karl Preininger (Verlag Johannes Heyn) sowie auf die bewährten Freytag und Berndt-Wanderkarten. Neben der Gastfreundschaft auf den Hütten hat den Weitwanderer auch die "lückenlose und ausgezeichnete Markierung der Wanderwege" beeindruckt.
Multimedial. Ein Anliegen Hochmüllers ist es, die Schönheit der Kärntner Randregionen einem breiten Publikum näher zubringen: Vorerst hat er zwei reich bebilderte Wandertagebücher verfasst, mit Wegbeschreibungen, Tipps, Erlebnissen. Eine Wander-DVD, untermalt mit Kärntner Liedern, ist in Arbeit. Fernziel: ein Buchprojekt.
Features
Bücher
Seine Wanderungen hat Hochmüller in zwei "Wandertagebüchern"
zusammengefasst.
"Kärnten umwandern" umfasst 1000 Fotos. Eine DVD ist geplant.












