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Betreiber gelassen: Campingplatz bleibt
Wo FPK und SPÖ das Hallenbad bauen wollen, wird 2012 noch campiert werden. Bürgermeister Christian Scheider (FPK) fordert die "Rückgabe des Areals an die Bevölkerung".

Foto © StadtwerkeMehr Platz für Klagenfurter? Der Noch-Campingplatz in der Ostbucht ist 40.000 Quadratmeter groß
Die Ruhe, die derzeit in der Ostbucht herrscht, scheint ansteckend zu sein. "Wir öffnen wieder am 18. April 2012", antwortet Campingplatz-Pächter Thomas Freund ganz gelassen, wenn man ihn auf die Pläne der Klagenfurter Rathauskoalition anspricht. Wie ausführlich berichtet, wollen FPK und SPÖ auf dem Areal das neue Hallenbad errichten. Freund kennt das Vorhaben nur aus den Medien und ist verwundert: "Ich habe einen aufrechten Pachtvertrag."
Der Campingplatz ist 40.000 Quadratmeter groß, Grund und Boden gehören den Stadtwerken. "Mit der Errichtung des Hallenbades können wir den Klagenfurtern dieses einzigartige Naherholungsgebiet wieder zurückgeben. Im Moment haben die Einheimischen ja nichts davon", sagt Bürgermeister Christian Scheider (FPK). "Der Standort ist laut Expertengruppe der beste und sichert uns die Mitfinanzierung durch das Land."
Der Campingplatz ist für Scheider "kein Zukunftsprojekt", der Trend bei Campingurlauben sei rückläufig. Dem widerspricht der Pächter. "Wir freuen uns heuer über ein Plus von 22 Prozent", so Freund. Je ein Drittel seiner Gäste kommt aus Deutschland und Österreich. Den Rest der Urlauber stellen Niederländer und Italiener. Die Bewerbung der kommenden Saison läuft auf Hochtouren, in Kürze wird auch ein Imagefilm über den Campingplatz präsentiert.
Überparteilicher Protest
Gegen den Bau des neuen Hallenbades in Seenähe wird von ÖVP, Grünen, Liste EW09 und SPÖ-Rebellin Brigitte Schmelzer gemeinsam mobilgemacht. Man hat die überparteiliche Plattform "Hände weg von der Ostbucht" ins Leben gerufen und sammelt Unterschriften. Die Gegner wollen "sachlich über die zahlreichen Risken des Hallenbadprojektes aufklären".
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Hallenbad neu
FPK, SPÖ und die Expertengruppe der Stadt sind für die Errichtung des neue Hallenbades auf dem Areal des bisherigen Campingplatzes. Hier sei der touristische Nutzen am größten. Parkplätze wären vorhanden und das Wasser des nahen Sees könnte zum Heizen und Kühlen verwendet werden.
ÖVP, Grüne und Kleinparteien sprechen sich vehement dagegen aus. Die Stadt dürfe auf die Einnahmen durch den Campingplatz nicht verzichten. Das Areal und der Europapark müssten als Naherholungsgebiet erhalten bleiben.












