Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Steiermark-Ausgabe
  • 25. Oktober 2014 14:44 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren

    Bezirks- und Gemeindesuche

    "Neue" Gesichter in den Landgemeinden BZÖ-ÖVP-Koalition legt 30-Punkte-Regierungsprogramm vor Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Gemeinderats-Wahl Nächster Artikel "Neue" Gesichter in den Landgemeinden BZÖ-ÖVP-Koalition legt 30-Punkte-Regierungsprogramm vor
    Zuletzt aktualisiert: 03.03.2009 um 11:14 UhrKommentare

    Niederlage für Scheucher: Klagenfurts "Ex-Ehemann"

    Bürgermeister Harald Scheucher im Kleine Zeitung Gespräch über sein "Verheiratet sein" mit der Stadt, sein "neues" Leben, seine Erfolge und seine Niederlage.

    Harald Scheucher betritt die Stufen des Rathauses nur noch bis 15. März als Bürgermeister von Klagenfurt

    Foto © Helmuth WeichselbraunHarald Scheucher betritt die Stufen des Rathauses nur noch bis 15. März als Bürgermeister von Klagenfurt

    Eine ÖVP-Ära geht zu Ende. Nach 36 Jahren verlieren die Schwarzen in der Landeshauptstadt den Bürgermeistersessel, den Alt-Bürgermeister Leopold Guggenberger in den 1970er Jahren dem SPÖ-Bürgermeister Hans Ausserwinkler weggeschnappt hat. Ob der begehrte Chefsessel nun an Christian Scheider (BZÖ) oder Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) geht, wird sich bei der Stichwahl am 15. März zeigen.

    Neues Leben. Fest steht aber schon jetzt, dass in ein paar Wochen Noch-Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) nach zwölf Jahren das Bürgermeisterbüro räumen muss - mit einem "großen weinenden Auge", wie der 68-Jährige zugibt. Doch auch mit einem "kleinen lachenden Auge, weil für mich ein neues Leben beginnt". Eine wesentliche Rolle wird darin Sigrid Santner spielen, die seit seiner zweiten Scheidung die neue Frau an Scheuchers Seite ist. Sie ist eine neue "alte" Liebe. Die beiden kennen sich bereits aus der Zeit, als der Absolvent eines Welthandelsstudiums in der Wirtschaftskammer Kärnten für den Außenhandel zuständig war. "Wir waren vor 30 Jahren eine Art Vorzeigepaar", so Scheucher. Dass das Wiederaufleben dieser Romanze ihn glücklich macht, sieht man ihm an. Durch "Siggi" freue er sich auf die Zukunft. Daher soll es keine halbe Sache geben. Als Gemeinderat mit einem Fuß in der Stadtpolitik zu bleiben, scheint ihm absurd: "Um Gottes willen - Nein! Ich bin künftig nur mehr Privatmann." Allerdings müsse er sich erst ein "Programm machen". Denn: "Ich war mit Klagenfurt verheiratet." Er war ein Vollzeit-Ehemann der Stadt mit 15-Stunden-Tagen und nur einer einzigen Woche Urlaub in den vergangenen vier Jahren.

    Reichlich Kritik. Trotz dieses Einsatzes hat es nicht immer für eine harmonische Ehe gereicht, wie er einräumt. "In Klagenfurt wird viel Energie aufgewendet, um etwas zu verhindern. Sobald etwas auf das Tapet kommt, heißt es erst einmal Nein", so Scheucher. Kaum einer weiß das so gut wie er. Denn mit "seinen" Projekten wie Stadion, "Euro 09", Neuer Platz, Seepark Hotel, City Arkaden, Ansiedelung von Metro, Magna und Ikea hat er reichlich Kritik geerntet. Dass er die Altstadt pflastern ließ, sich für den Ring-Ausbau stark gemacht hat, den Klagenfurter Hauptbahnhof in die ÖBB-Sanierungsoffensive hinein reklamiert hat und sich in Wien für den Erhalt sowie Ausbau der Alpen-Adria-Universität eingesetzt hat, wird davon in den Schatten gestellt. "Vielleicht haben wir uns zu schlecht verkauft", meint Scheucher selbst. Einen Rat für die Klagenfurter ÖVP will er aus seinen Erfahrungen aber nicht zimmern: "Die werden schon wissen, was zu tun ist. Nur soviel: Sie müssen sich mit vollem Herzen für die Stadt einsetzen."

    Sonntagsdebakel. Fragt man Scheucher nach seinem schlimmsten Erlebnis in seiner politischen Laufbahn, sagt er spontan: "Das war sicher dieser Wahlsonntag." Bei dem schönsten Erlebnissen tut er sich schwerer: "Da war soviel." Doch die internationalen Begegnungen hätten ihm viel bedeutet. Gerne hat er dabei seine ausgezeichneten Sprachkenntnisse (Englisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch) erprobt. Auch ans Französische wagt er sich, wenn auch "radebrechend", wie er gesteht. Doch in den 1990er Jahren wollte er sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen - immerhin war niemand geringerer als der ehemalige französische Staatspräsident Jaques Chirac sein Gesprächspartner.

    BETTINA AUER

    Kommentar

    JOCHEN HABICHTherapiezwang von JOCHEN HABICH

    Mehr Gemeinderats-Wahl

    Mehr aus dem Web

      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!