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Zuletzt aktualisiert: 02.03.2009 um 18:19 UhrKommentare

SPÖ will sich bei Klausur neu orientieren

Die Kärntner SPÖ hält trotz des Wahldebakels vom Sonntag an ihrem Parteivorsitzenden Reinhart Rohr fest. Zweitägige Klausur des Präsidiums am kommenden Wochenende.

SPÖ-Präsidium bestätigte Rohr als Landesparteichef

Foto © Erwin ScheriauSPÖ-Präsidium bestätigte Rohr als Landesparteichef

Die Kärntner SPÖ will sich nach der Schlappe am vergangenen Wahlsonntag neu orientieren. Ein um die Bürgermeister der Bezirksstädte erweitertes Landesparteipräsidium wird sich zu diesem Zweck am kommenden Wochenende zu einer zweitägigen Klausur zurückziehen. Diskutiert werden soll, "wie sich die SPÖ neu aufstellen kann", erklärte Landesparteichef Reinhart Rohr am Montag vor Journalisten.

Herzen der Menschen. "Wir gehen nicht zur Tagesordnung über, wir haben die Weichen für die Zukunft zu stellen", sagte Rohr. Das betreffe inhaltliche, organisatorische und personelle Bereiche der SPÖ. Bei der Klausur gelte es auch zu ergründen, wie "die Herzen der Menschen" wieder zu erreichen seien. Der Ort des Treffens stand vorerst nicht fest.

Scherben. Über einen eventuellen Rücktritt sei im Parteivorstand und im Präsidium vorerst nicht gesprochen worden, erklärte Rohr. Er wolle seine Verantwortung als Parteichef wahrnehmen und "keinen Scherbenhaufen hinterlassen". Bei der Klausur werde allerdings über "die Gesamtverantwortung" für das Wahldebakel diskutiert werden müssen. Konkrete Personennamen wollte der SPÖ-Chef vorerst allerdings nicht nennen.

Ursachenforschung. Bei der kommenden EU-Wahl im Juni sieht sich Rohr allerdings noch an der Parteispitze: "Ich gehe davon aus, dass ich diesen Wahlgang als Parteivorsitzender gestalten werde." Die Ursachen und Gründe für die Wahlniederlage müssten noch genau diskutiert und analysiert werden. "Es stellt sich aber die Frage, ob die pietätvolle Wahlbewegung der richtige Weg war", meinte Rohr in Hinblick auf den Umgang der SPÖ mit dem Ableben von Landeshauptmann Jörg Haider. Möglicherweise wäre "mehr Angriff" nötig gewesen.

Im Gespräch bleiben. Angebote zu Koalitionsgesprächen will Rohr trotz der Niederlage nicht ausschlagen. "Wir werden Möglichkeiten zu Gesprächen nutzen", meinte der Parteichef. Außerdem werde die SPÖ die Verantwortung nicht ganz ablegen können, der Partei stünden nach wie vor zwei Regierungssitze zu.


SP-Landesparteichef

Er sei einstimmig als Landesparteichef bestätigt worden, so Rohr am Tag nach der Wahl.
Ob Rohr auch nach der Bürgermeister-Stichwahl in zwei Wochen als Parteichef unumstritten bleibt, ist fraglich.

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