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    Zuletzt aktualisiert: 23.04.2012 um 05:10 UhrKommentare

    Umbruch im Kärntner Energiesystem

    Adolf Winkler in seiner Kolumne "Chefetage" über das Aus für das Gasdampfkraftwerk und die Folgen. Der Verbund vor dem Rückzug. Schub für Kelag und Biomasse.

    Stadtwerke- und EKG-Chef Romed Karré: "Höchster Biomasse-Anteil"

    Foto © KK/StadtwerkeStadtwerke- und EKG-Chef Romed Karré: "Höchster Biomasse-Anteil"

    In Kärnten haben einige ein Größen-Problem. Ihr aus den Fugen geratenes Augenmaß wird durch das Aus für das Klagenfurter Gasdampfkraftwerk hoffentlich zurecht gerückt. Dabei mahnten schon bisher Beispiele der Übergröße - vom Wörthersee-Stadion über ein Tibethotel bis zum einstigen Plan, die ganze Wörthersee-Bahn zu untertunneln.

    Nun ließ man beim KAC-Stadion die Mega-Arena für eine Vernunftvariante fallen. Beim Klagenfurter Hallenbad hat man die Zeit noch nicht begriffen. Die Kraftwerkspläne für Klagenfurt stutzte der Umweltsenat zurecht.

    Keine Konsequenzen

    Konsequenzen für die verblasenen Planungskosten von fast 14 Millionen Euro gibt es keine. "Man kann nicht Geschäftsführer verantwortlich machen, wenn ein Behördenbescheid negativ ausfällt", nimmt Stadtwerke-Vorstand Romed Karré seine Mitarbeiter in Schutz. "Das Verfahren brauchte in der ersten Instanz vier Jahre, in der zweiten zwei Jahre. In Oberösterreich geht das in zehn Monaten", so Karré. Der zuständige Behördenchef Albert Kreiner nimmt sich aus der Verantwortung: "Dass ein Bescheid abgelehnt wird, kommt vor." In der Hoheitsverwaltung und in der E-Wirtschaft der öffentlichen Hand bleibt Scheitern folgenlos.

    Große Folgen

    Große Folgen hat das GDK-Aus aber für Kärntens Energiesystem. Es wird in jedem Fall einen Schub für erneuerbare Energie aus Biomasse bringen, zum Vorteil des Holzlandes Kärnten. Und es kann die Hegemonie der Kelag auf Klagenfurt ausdehnen. Eine Kärntner Energielösung, bei der die Kelag langfristig die Energie Klagenfurt GmbH (EKG) schluckt, ist denkbar. Denn ein Rückzug des Verbundes aus der EKG ist nach dem GDK-Aus absehbar. Für 49 Prozent an der Energie Klagenfurt hatte der Verbund 130 Millionen Euro hingeblättert. Die Anteile sind wohl kaum mehr die Hälfte wert, denn statt eines lohnenden Stromgroßkraftwerkes steht nun nur noch eine Biomasse-Wärmeversorgung oder ein auf ein Fünftel reduziertes Gas- und Dampfkraftwerk (GuD) für Klagenfurt in Aussicht.

    "Die Beteiligung hat für den Verbund natürlich an Wert verloren. Der Partner, der große Erwartungen hatte, wird mit einem kleinen Kraftwerk keine übertriebene Freude mehr haben", sieht Karré der nächsten Aufsichtsratssitzung der Energie Klagenfurt am 14. Mai mit einigen Fragezeichen entgegen.

    Was es kostet

    Stadtwerke-Aufsichtsratschef Christian Leyroutz, der Kärntner FPÖ-Chef, muss eine strategische Entscheidung herbeiführen: Gas oder Biomasse als Notersatz für das alte Heizwerk. "Das Biomasse-Werk von Riegler-Zechmeister am Südring bringt 25 Prozent der jährlichen Energiemenge auf. So einen hohen Anteil hat keine Landeshauptstadt", so Karré. Zu insgesamt 160 MW Wärme braucht es aber auch 430 GWH Arbeitsvermögen, um die Spitzenlast im Winter abzudecken. Ein Gaskraftwerk, das alles allein leistet, kostet 160 Millionen Euro. "Es wäre ideal, wenn der Verbund wie beim großen GDK drei Viertel zahlt", sinniert Karré. Aber er weiß selbst am Besten, dass sich die 120 Millionen für Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber nicht rechnen. Für 2011 erhalten Verbund und Stadtwerke jeweils magere 1,5 Millionen Euro Dividende aus der Energie Klagenfurt. "Der Ölpreis hat sich verdreifacht", seufzt Karré.

    Ausstieg in Arnoldstein

    Bei Biomasse wiederum macht der Verbund kaum mit. Er produziert Strom, nicht Wärme. Gerade hat der Verbund seine 44 Prozent an der Müllverbrennung in Arnoldstein an die Kelag abgegeben. Die hat bei Wärme mehr Power. Während die Energie Klagenfurt mit 440 Leuten rund 115 Millionen Euro Umsatz und 4,3 Millionen Euro Ergebnis macht, kommt die Kelag Wärme mit 200 Leuten auf 135 Millionen Umsatz und 17 Millionen Ergebnis (Ebit).

    80 Prozent Biomasse, 20 Prozent Gas - eine solche Mischlösung ist laut Berechnungen um 30 Millionen zu haben. Mit Aussicht auf 25 Prozent Förderung aus dem Klimafonds, wäre das auch wirtschaftlich darstellbar. Da die EKG selbst keine Wärme produzieren will (Karre: "Unsere Stärke ist das Netz."), braucht es dafür unternehmerische Führerschaft, die Erzeugung auf Jahrzehnte garantieren kann. Da ist ein Kelag-Einstieg absehbar.

    "Eine Kärntner Energielösung mit der Kelag wäre für mich naheliegend", so Bürgermeister Christian Scheider. Er will von Karré bis Jahresende einen Plan: "Grundauslastung mit Biomasse, Spitzenabdeckung mit Gas und Ergänzung durch Solarenergie und Photovoltaik. Eine Wende."

    ADOLF WINKLER

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