Bezirks- und Gemeindesuche
Gaskraftwerk: "Stadtwerke sind schuld an Misere"
Für Max Felsberger, Sprecher der Bürgerinitiativen gegen das Gaskraftwerk, ist klar: Verantwortliche haben bei Planung versagt und sie nehmen Alternativen nicht ernst.

Foto © Weichselbraun
Wenn Stadtwerke-Chef Romed Karré behauptet, dass es selbst in Rumänien schon modernere Kraftwerke als in Klagenfurt gibt, ist das ein Eingeständnis seines eigenen Versagens!" Max Felsbeger, Sprecher der Bürgerinitiativen gegen das geplante Gasdampfkraftwerk (GDK) ist empört. Anlass für den Ärger des Ebenthaler Gemeinderates sind aussagen von Karré im Kleine Zeitung-Interview am vergangenen Sonntag.
Dilettantische Unterlagen
Karré hätte keinen Grund sich zu beschweren, schließlich habe der GDK-Betreiber selbst "seit sechs Jahren höchst dilettantische und unvollständige Unterlagen" vorgelegt. Das Projekt habe nur "dank eines getricksten UVP-Verfahrens und dank Gefälligkeitsgutachten die erste Instanz in Kärnten überstanden", sagt Felsberger. Er teile daher auch nicht Karrés Optimismus, dass der Umweltsenat schon bald über das GDK entscheiden werde. "Das wird sich noch mindestens bis Mai/Juni verzögern, da vom Umweltsenat noch immer weitere Gutachten eingeholt werden müssen", sagt Felsberger.
Auch dass die Stadtwerke die Wärmeversorgung mittels Biomasse als nicht realisierbar und für die Kunden als nicht leistbar bezeichnen, will Felsberger nicht glauben. "Wir fordern nicht, ein überdimensioniertes GDK mit Biomasse zu ersetzen, aber Fernwärme für 25.000 Haushalte ist mit Biomasse sehr wohl machbar. Die Stadt Villach ist auf dem besten Weg dahin", sagt Felsberger. Außerdem hätten die Stadtpolitiker "bereits 2003 erfahren, dass das bestehende Fernheizwerk sehr wohl technisch erneuert werden könne".
In einem Brief bitten die Bürgerinitiativen gegen das GDK nun auch Finanzlandesrat Harald Dobernig (FPK) um Unterstützung. Er hat in einem Interview mit der Kleine Zeitung nicht ausgeschlossen, dass das Fernheizwerk länger als bis 2015 betrieben werden kann. "Eine Sanierung ist wirtschaftlich wesentlich sinnvoller", so BürgerinitiativenSprecher Harald Okorn-Schmidt in dem Schreiben. JOCHEN HABICH, GEORG LUX



















-Anzeigen

