Die Post geht auf Wanderschaft
Der Spar-Markt in Ebene Reichenau hat seinen Postpartner-Vertrag gekündigt. Die Gemeinde springt ab 2. April für dieses Service ein.
Der Kahlschlag der Post hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass es im gesamten Bezirk Feldkirchen nur noch ein richtiges Postamt, nämlich jenes in der Tiebelstadt, gibt. Vielerorts sind daraufhin die Gemeinden selbst in die Bresche gesprungen und wurden Postpartner, um ihren Bürgern das Service weiterhin gewährleisten zu können. Nun wird auch die Gemeinde Reichenau Postpartner.
Denn nachdem bereits im Vorjahr eine Bäckerei in Patergassen den Postpartnervertrag gekündigt hat, will auch der Spar-Markt in Ebene Reichenau nicht länger Postpartner sein. Mit Ende März läuft der Vertrag aus. "Es wurde einfach immer mehr Arbeit und ohne passende EDV ist das alles einfach zu kompliziert", sagt Inhaberin Ulrike Maierbrugger.
Vergebliche Suche
Da man dieses Service den Bürgern aber weiterhin anbieten will, übernimmt die Gemeinde mit 2. April die Postpartnerschaft. "Es ist uns trotz intensiver Suche leider nicht gelungen, einen anderen Postpartner zu finden", sagt Bürgermeister Karl Lessiak. Ein kleiner Raum im Gemeindeamt, der bisher für Besprechungen genutzt wurde, wird zur Postpartner- und Bürgerservicestelle umfunktioniert. Eine Mitarbeiterin übernimmt Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie zusätzlich mittwochs von 14 bis 17 Uhr das Service. Auch in Albeck, Glanegg und Himmelberg ist die Gemeinde Postpartner. In Gnesau ist es ein Wirt, in Steindorf ein Blumenladen und in Ossiach gibt es eine Poststelle im Feriendorf.








