Erste "heiße Spur" zu Bankräuber
"Es ist die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen." So fasst ein Ermittler des Landekriminalamtes die Suche nach dem Bankräuber von Bodensdorf zusammen. Polizeifahnder knüpfen Indizienkette gegen Verdächtige.

Foto © PolizeiDer Räuber in Aktion. Während des gesamten Überfalls lief die Überwachungskamera mit
"Es ist die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen." So fasst ein Ermittler des Landekriminalamtes die Suche nach dem Bankräuber von Bodensdorf zusammen. Wie ausführlich berichtet, hatte der maskierte und bewaffnete Mann Freitagnachmittag eine Filiale der Kärntner Sparkasse überfallen. Er sprang hinter den Kundenschalter, hielt eine Angestellte, die allein im Geldinstitut war, in Schach. Nachdem sich der Pistolenmann aus der Kassenlade selbst bedient hatte, sperrte er die schwer geschockte und verängstigte Frau in den Tresorraum und ergriff die Flucht.
Nachdem am Samstag kein einziger Hinweis aus der Bevölkerung an die Polizei gekommen war, brachte das LKA-Kriminalistenteam um den Leiter der Raubgruppe, Chefinspektor Kurt Rautz, gestern Bewegung in den Fall. "Wir haben Indizien zusammengetragen, aus denen sich eine konkrete Spur ableiten lässt", bestätigt Oberst Gottlieb Türk, Leiter des Landeskriminalamtes. Der ermittelnde Staatsanwalt prüft Anträge auf Haftbefehle. Die Fahnder arbeiten eng mit Kollegen in anderen westeuropäischen Ländern zusammen. "Die Hoffnung, dass wir den Fall klären können, ist groß", sagt Türk.
Die Indizienkette gleiche derzeit einem Puzzle, bei dem noch Teile fehlen, so der Polizeioffizier. Das genaue Studium des Überwachungsvideos der Bank, auf dem der Überfall sehr detailreich wiedergegeben wird, lasse den Schluss zu, dass der Räuber "genau wusste, was er tat." Zudem dürfte sich der Gesuchte ziemlich sicher gewesen sein, nicht erkannt zu werden, so Ermittler zur Kleinen Zeitung.








