Feldkirchen

Der Winter fördert auch in Feldkirchen die Arbeitslosigkeit

Aktuell sind im Bezirk insgesamt 1270 Menschen arbeitslos gemeldet. Betroffen sind vor allem Sparten wie etwa der Baubereich, Handel und Gewerbe, besonders aber der Fremdenverkehr.

Saisonale Arbeitslosigkeit gibt es speziell in der Baubranche
Saisonale Arbeitslosigkeit gibt es speziell in der Baubranche © Gina Sanders/Fotolia
 

Die Chance, über den Winter mehr Jobs zu schaffen, ist laut Arbeitsmarktservice (AMS) gering. „Es entwickelt sich eher ins Gegenteil. Es werden eher noch weniger“, sagt Karl-Heinz Durchschlag, Leiter der AMS-Bezirksstelle in Feldkirchen. Die Hoffnung liegt auf dem Frühjahr: „Das wird die Jobs wieder nach oben pushen.“

Das Frühjahr wird die Jobs wieder nach oben pushen. 

Karl-Heinz Durchschlag, Leiter der AMS-Bezirksstelle in Feldkirchen

Bis dahin bleibt abzuwarten. Mit Ende November waren im Bezirk Feldkirchen 1270 Menschen als arbeitslos gemeldet, was im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von einem Prozent bedeutet. Die Zahlen für den Dezember stehen noch aus. Von der Arbeitslosigkeit betroffen sind über die Wintermonate vor allem die Sparten Bau, Handel und Gewerbe. Am stärksten erwischt es laut Durchschlag aber den Fremdenverkehrsbereich. Offene Stellen gibt es mit Winteranfang jedoch mehr, und zwar um 38 gegenüber den 103 offenen Stellen vom Vorjahr – vorwiegend im Handel und Fremdenverkehr.

 

Zahlen und Fakten

Aktuell. Mit Stand Ende November waren im Bezirk Feldkirchen 1270 Menschen auf Jobsuche, das entspricht einem Minus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die offenen Stellen sind von 103 um 38 angestiegen
Allgemein. Über das Jahr gesehen liegt die Steigerung der Arbeitslosenstatistik bei 3,3 Prozent

Welche Hilfestellungen bietet das AMS nun speziell über den Winter an? Durchschlag: „Das kann man nicht mit der Jahreszeit festmachen. Wir bieten das ganze Jahr über neben einer intensiven Stellenvermittlung auch breite Ausbildungen und Unterstützungen bei Firmengründungen an.“ Betrachtet man die allgemeine Arbeitslosen-Statistik übers Jahr gesehen, so ergibt sich insgesamt eine Steigerung von 3,3 Prozent. Damit liegt der Bezirk aber immer noch unter dem kärntenweiten Durchschnitt von 4,3 Prozent.

Eingeschränkt

Gründe dafür sind unter anderem das schwache Wirtschaftswachstum und das Verhältnis Ausbildung versus Fertigkeiten. „Viele können Jobs aufgrund von eingeschränkter Mobilität oder fehlender Kinderbetreuung nicht annehmen“, sagt Durchschlag. Er rechnet damit, dass die Arbeitslosenzahlen auch 2016 weiter zunehmen werden. Guter Vorsatz für das neue Jahr sind vom AMS aus Beschäftigungsprojekte und Weiterbildungsmaßnahmen.
Durchschlag: „Auch wollen wir uns speziell den Personenkreisen 50 plus, Frauen und Langzeitarbeitslose widmen.“

LISA HOLZFEIND

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