Ossiacher See

Badegast erlitt Herzinfarkt und ertrank

In der Gemeinde Steindorf ereignete sich am Sonntagnachmittag ein tödlicher Badunfall. Ein Badegast eines Strandbades wurde im Ossiacher See aus vier Metern Tiefe geborgen.

Großeinsatz für die Wasserrettung
© APA/BARBARA GINDL
 

Eine sechsköpfige Gruppe von Urlaubern aus Tschechien war am Sonntag von Kellerberg nach Steindorf geradelt. Dort besuchten die Touristen ein Strandbad. Doch leider nahm der Badetag am Ossiacher See ein trauriges Ende.

Gegen 13.30 Uhr vermissten die Urlauber einen 65-jährigen Pensionisten. Ihnen fiel auf, dass der Mann nicht auf der Liegewiese bei seinen persönlichen Sachen war.  Zunächst suchten ihn die fünf Tschechen allein, um 14.30 Uhr alarmierten sie schließlich die Wasserrettung. Denn der letzte Sichtkontakt war im Ossiacher See.

„Wir fanden ihn relativ schnell, weil wir wussten, in welchem Bereich der Schwimmer zuletzt gesehen wurde“, sagt Karl Rednak von der Wasserrettung Bodensdorf. „Der Vermisste lag in vier Meter Tiefe am Grund des Ossiacher Sees“, schildert Wasserretter Rednak.

Zwei Minuten nachdem der Notruf einging, seien schon die ersten Rettungstaucher vor Ort gewesen, sagt Rednak. 15 Minuten später wurde der Betroffene geborgen. Doch leider konnte er nicht mehr gerettet werden. Der Rot-Kreuz-Notarzt stellte nur noch den Tod des Mannes fest. Er geht davon aus, dass der Pensionist einen Herzinfarkt erlitten hat und deshalb im See ertrunken sei. Die Angehörigen wurden vor Ort von Mitarbeitern der Krisenintervention betreut.

MANUELA KALSER