Künstler sind gern auf dem Holzweg
Von Holzlaternen über Skulpturen bis hin zu Perchtenmasken: Elf Künstler der Gemeinden Himmelberg, Gnesau und Reichenau wollen sich künftig stärker vernetzen, um so Synergie-Effekte zu nutzen.

Foto © Laggner-PrimoschDer Reichenauer Gottfried Hübl ziegt eines seiner liebevoll angefertigten Holz-Wasserspiel-Objekte
Entlang der Turracher Straße B 95 leben und arbeiten zahlreiche Künstler, die in unterschiedlicher Art und Weise den Werkstoff Holz für ihre Kreationen nutzen. Auf Initiative von Bruno Marktl, der seit fünf Jahren in Weißenbach bei Gnesau das Holzmuseum "designerzeit" betreibt, erfolgt nun eine Vernetzung der Künstler aus den drei Gemeinden der "Kärntner Holzstraße", Himmelberg, Gnesau und Reichenau. Aus Himmelberg kommen neben Siegfried Süßenbacher, der Holzschindeln herstellt, und Josef Warmuth, der Solar-Griller sowie Holzlaternen anbietet, auch Heinz und Bernhard Gursch. Die beiden haben sich auf geschnitzte Perchtenmasken spezialisiert, wobei die größte 15 Kilogramm wiegt. Den Brüdern Gursch wurde die Kreativität schon in die Wiege gelegt, ist doch ihr Vater Krippenbauer und Brunnenschnitzer. Heinz Gursch: "Wir ,Holzstraßen'-Künstler haben uns nun untereinander besser kennen gelernt und Erfahrungen ausgetauscht."
Hölzerne Objekte
Gnesau wird durch Holzbildhauer Franz Leeb, dessen überdimensionale Figuren schon an zahlreichen Plätzen zu sehen sind, den Zirbenholzkünstler Franz Krammer und Bruno Marktl, der selbst unter anderem ein "Fichtenbarometer" entwickelt hat, vertreten. Die Hobby-Holzkünstler Manfred Maierbrugger und Franz Puff sowie der Holz-Schnitzer Martin Schmölzer vertreten ebenso die Gemeinde Reichenau wie der Pensionist Gottfried Hübl. Letzterer stellt hölzerne Objekte her, die sich bewegen - entweder wenn man eine Kurbel betätigt oder wenn Wasser über ein Rädchen läuft. So drehen sich Puppen beim Tanzen, ein Golfspieler führt einen Abschlag aus oder ein Fußballer übt das Elferschießen. "Bei diesem Hobby kann ich meine Träume verwirklichen", sagt Hübl. Dass die Künstler entlang der ,Holzstraße' künftig verstärkt Synergie-Effekte nutzen, ist ein großes Anliegen von Marktl, der heuer eine große Holzkunstschau an der B 95 organisiert hat. Das nächste gemeinsame Projekt ist schon in Planung: "Wir sind auf der Suche nach weiteren Hobbykünstlern. Es gibt bestimmt noch einige."
Features
Das Projekt
Künstler. Himmelberg: Siegfried Süßenbacher (Holzschindeln), Josef Warmuth (Solar-Griller, Holzlaternen "Woodlight"), Heinz und Bernhard Gursch (Perchtenmasken); Gnesau: Bruno Marktl (Museum "designerzeit") Franz Leeb (geschnitzte Holzfiguren), Franz Krammer (Zirbenholzkünstler), Manfred Maierbrugger, Franz Puff, Martin Schmölzer (Schnitzer); Reichenau: Gottfried Hübl (hölzerne Objekte)
Vernetzung. Künstler der Gemeinden der "Kärntner Holzstraße" vernetzen sich. Sie wollen künftig verstärkt Synergieeffekte nützen. Auftakt war kürzlich eine gemeinsame Holzkunstschau in der Gemeinde Gnesau
Informationen. Weitere Künstler werden gesucht. Infos bei Bruno Marktl: (0 42 78) 800; office@marktl.at; www.holz-museum.at








