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Zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 um 20:35 UhrKommentare

Traurig: Mehr Todesfälle als Geburten im Bezirk

Düstere Prognosen, wenn man Geburten und Todesfälle im Bezirk gegenüberstellt: zehn Prozent mehr Verstorbene als Neugeborene.

Insgesamt 288 Feldkirchner musster 2011 zu Grabe getragen werden. Genau 258 Feldkirchner Babys kamen 2011 zur Welt

Foto © APA/Pfarrhofer, APA/PleulInsgesamt 288 Feldkirchner musster 2011 zu Grabe getragen werden. Genau 258 Feldkirchner Babys kamen 2011 zur Welt

I nsgesamt 258 Mal gab es bei Feldkirchner Eltern 2011 "Babyalarm". Und 288 Mal läuteten für Einwohner des Bezirkes die Totenglocken. Somit gab es mehr als zehn Prozent mehr Tote als Geburten. "Spitzenreiter" dabei sind die Gemeinden Steindorf und Steuerberg. In letztgenannter Gemeinde gab es 2011 fast doppelt so viele Verstorbene als Neugeborene.

Der Steuerberger Bürgermeister Karl Petritz kann daraus keinen Trend ablesen. "In unserer Gemeinde wohnen sehr viele alte Menschen. Da gibt es in einem Jahr mehr Verstorbene, in einem anderen Jahr weniger. 2011 war, was die Zahl der Todesfälle betrifft, halt ein stärkeres Jahr", so das Gemeindeoberhaupt.

Anders erklärt man sich die negative Bilanz in der Gemeinde Steindorf. Dort kamen im vergangenen Jahr 25 neue Gemeindebürger zur Welt, und insgesamt 35 verließen diese. "In unserer Gemeinde gibt es das Altersheim ,Haus Norwegen'. Das verfälscht die Bilanz wahrscheinlich ein wenig. Acht der 35 Todesfälle gab es alleine in diesem Altersheim", sagt Silvia Wastl vom Meldeamt der Gemeinde Steindorf. Mit ganz unterschiedlichen Bilanzen können die restlichen acht Gemeinden des Bezirkes aufwarten (für genaue Zahlen siehe Info-Kästen unten).

Positive Bilanz

In insgesamt nur drei Gemeinden - nämlich in Albeck, Glanegg und Himmelberg - verzeichnete man mehr Geburten als Todesfälle. Eine negative Bilanz weisen die Gemeinden Reichenau, Ossiach, Gnesau und Feldkirchen auf. In der Tiebelstadt wurden 2011 insgesamt 131 Babys geboren und 148 Gemeindebürger sind verstorben - 55 davon männlich und 93 weiblich.

In der Gemeinde St. Urban hält sich die Bilanz genau die Waage: Dort kamen zehn Gemeindebürger zur Welt, und ebenso viele sind im vergangenen Jahr auch verstorben.

HANNES STEINMETZ

Geburten im Bezirk

Geburten 2011 im Gemeindevergleich. Albeck: 14; Feldkirchen: 131; Glanegg: 17; Gnesau: 7; Himmelberg: 27; Ossiach: 3; Reichenau: 14; St. Urban: 10 Babys; Steindorf: 25; Steuerberg: 10; Geburten insgesamt: 258;

Sterbefälle im Bezirk

Sterbefälle 2011 im Gemeindevergleich. Albeck: 10; Feldkirchen: 148; Glanegg: 11; Gnesau: 8; Himmelberg: 21; Ossiach: 5; Reichenau: 21; St. Urban: 10; Steindorf: 35; Steuerberg: 19; Sterbefälle insgesamt: 288

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