Personal-Pingpong ist beendet
Polizeikommandant-Stellvertreter für Feldkirchen bestimmt. Parteipolitischer Wirbel im Vorfeld.
Hinter vorgehaltener Hand wird von einem Deal zwischen ÖVP und FPÖ gesprochen. Offiziell bestätigen will das niemand. Seit Donnerstag ist jedoch fix: Josef Laßnig, Kommandant-Stellvertreter in Hüttenberg, wird erster stellvertretender Kommandant der Polizeiinspektion Feldkirchen.
Die Bestellung Laßnigs hatte, wie berichtet, im Vorfeld für parteipolitischen Wirbel gesorgt. Ein Rückblick: Für die Stellvertreter-Stelle hatte sich neben Laßnig auch Klaus Holzfeind, zweiter Kommandant-Stellvertreter in Feldkirchen, beworben. Daraufhin begann ein wahres Pingpong-Spiel: Auf Bezirksebene sprach man sich für Holzfeind aus. Landespolizeikommandant Wolfgang Rauchegger favorisierte Laßnig. Im Fachausschuss auf Landesebene fiel die Wahl wiederum auf Holzfeind. Der Fall ging nach Wien. Dort haben sich nun das Bundesministerium und in der Folge auch der Zentralausschuss letztendlich für Laßnig entschieden.
Kein Kommentar
Die SPÖ sprach Anfang September von einer "schwarzen Postenschacherei". Es hieß, Holzfeind hätte einen ausgezeichneten Leumund und gehöre keiner Partei an. Laßnig ist Gemeindevorstand der ÖVP in Deutsch-Griffen. Polizeigewerkschafter Herwig Röttl (SPÖ) will sich zur Angelegenheit nun nicht mehr äußern: "Was soll ich dazu noch sagen? Ich nehme die Entscheidung kommentarlos hin." Die ganze Aufregung schon damals nicht verstehen konnte Rauchegger. Mit der Entscheidung für seinen Favoriten sei er aber zufrieden. Anfang November soll Laßnig seinen Dienst antreten.
Detail am Rande: Laßnig und Holzfeind hatten sich schon einmal zusammen für eine Funktion beworben. Damals kam Holzfeind zum Zug.








