Völkermarkter leben am kürzesten
Statistisches Werk untersucht Todesursachen und Lebenserwartung. Kärnten schneidet gut ab. Völkermarkt sticht jedoch negativ hervor.

Foto © Statistik AustriaKärntner leben länger
Erstaunlich, welche Zugänge ein statistisches Werk wie der aktuelle Todesursachen-Atlas bietet! Aus dem Kärnten-Teil kann man problemlos herauslesen, dass die Menschen in Völkermarkt mit 76,1 Jahren fast zwei Jahre kürzer leben als die "langlebigen" Hermagorer. Genauso richtig ist aber die erfreuliche Aussicht, dass "sogar" die Völkermarkter sich im Schnitt 36 Tage länger des Lebens erfreuen können als ein normaler Durchschnittsösterreicher (s. Grafik).
Österreichverlgeich. "Im Vergleich zu Österreich steht Kärnten gut da", fasst Studien-Mitautorin Barbara Leitner die Resultate zusammen. Lediglich Völkermarkt sticht auch im Hinblick auf Verletzungen und Vergiftungen hervor. Grund für die allgemeine Steigerung der Lebenserwartung ist, dass die Haupttodesursachen Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen auf dem Rückmarsch sind.
Herz-Kreislauf-Tod. Starb in den 70er und 80er Jahren noch jeder zweite den Herz-Kreislauf-Tod, sind es heute nur noch 43 Prozent. Für den Kärntner Landesstatistik-Chef Peter Ibounig ist das ein ermutigender Beweis, "dass die Menschen in der Lage sind, ihre Gesundheit zumindest teilweise in die eigene Hand zu nehmen. Das ist eine Haupterkenntnis der Studie."
Spielraum. Wenn auch noch viel Spielraum zum besseren existiert. So gibt es einen Zusammenhang zwischen Weinbaugebieten und Leberzirrhose. Ebenso faszinierend ist die Erkenntnis, dass etwa Bergbauern trotz (oder wegen?) ihres körperlich harten Alltags länger leben als "Flachländler".
Städter. Noch ein unerwartetes Ergebnis zeitigte die Studie: Städter haben ein geringeres Risiko, eines gewaltsamen Todes zu sterben als Menschen auf dem Land. Es gibt halt viel mehr Autounfälle als Mörder...













