"Will kein Portier im Hotel Hafnersee sein"
Landeshauptmann Jörg Haider möchte Cerberus-Betriebe doch schnell an Private weitergeben.

Foto © APA (Symbolbild) Das Land will neben Hafnersee auch das dazugehörige Hotel kaufen
Soll das Land Hotelier spielen? Worüber Hoteliers und Tourismusexperten den Kopf schütteln, kann sich nicht einmal mehr Landeshauptmann Jörg Haider vorstellen. "Ich als Portier im Seehotel Hafnersee? Gott möge abhüten", spricht er sich nun gegen die die Öffentliche Hand als Betreiber aus.
Hintergrund
Drei Hotels. Die Diskussion war entbrannt, weil Haider plante, die Cerberus-Seen mit den dazugehörenden Liegenschaften zu kaufen, um sie für die Öffentlichkeit zu erhalten. Es beträfe das Feriendorf Maltschacher See (850 Betten), das Seehotel Hafnersee (200 Betten) und Campingplatz und das ÖGB-Hotel in Ossiach (250 Betten).
Beispiel Falkensteiner Gruppe. Geplant ist, dass die Landesimmobiliengesellschaft (LIG) das Gesamtpaket erwirbt und dann nach einer Verwertung, bzw. Käufer und Betreiber sucht. "Wir verhandeln jetzt über den Gesamtkauf. Interessierte Hoteliers könnten die Betriebe nach einer Übergangszeit erwerben", so Haider und nennt als Beispiel die Falkensteiner Gruppe, die am Ossiacher See bereits einen Betrieb hat und expandieren möchte.
"Kaum Erträge". "Die Seen zu kaufen ist ein Gebot der Stunde, um nicht zu sagen, eine Jahrhundertchance", sagt Tourismusberater Manfred Kohl. Strikt ablehnen würde er die Führung eines Hotels durch das Land. "Betriebe, die von Banken und öffentlichen Institutionen geführt werden, haben meist miserable Bilanzen und kaum Erträge", weiß Kohl. Auch Hoteliersvertreter Anton Wrann und Gastronomievertreter Helmut Hinterleitner sind strikt für eine privatwirtschaftliche Lösung.
"Professionelles Management wichtig". Nicht so streng sieht das der St. Veiter SPÖ-Bürgermeister Gerhard Mock. Seine Gemeinde besitzt mit dem Fuchspalast ein eigenes Hotel. Mock: "Egal, wer der Eigentümer ist. Wichtig ist ein professionelles Management."










