Feine, kleine Musikdramen des Barocks
"La Fenice" begeisterte das Trigonale-Publikum.

Foto © APAInternational renommierte Spezialisten für alte Musik, wie Stèphanie Pfister an der Violine, reißen das Publikum mit
Im 17. Jahrhundert formulierte Musik erstmals Leidenschaft wie Gedankentiefe. In Italien entstand dazu Neues. Zwei Stunden darin einzutauchen war jenen vergönnt, die "La Fenice", eines der renommiertesten Kammerensembles für Renaissance- und Barockmusik, bei der Trigonale in St. Georgen erleben durften.
So entstand wohl Oper. Unter der Leitung von Jean Tubery, einer der besten Zinkisten unserer Tage, hinterließen die international renommierten Spezialisten für alte Musik Stèphanie Pfister (Violine), Sergio Alvares(Gambe) und Jean Marc Aymes (Cembalo, Orgel), mit ihrer Musizierweise Maßstab setzende Eindrücke. Die Sopranistin Céline Ricci (eingesprungen für die erkrankte Claire Lefilliatre) und der Bass Arnaud Richard zelebrierten die Texte in Form kleiner Dramen. So entstand wohl Oper.
Ein idealtypisches Ganzes. Das Programm versammelte wesentliche italienische Zeitgenossen rund um Claudio Monteverdi. Herbeimusiziert wurde himmlische Schönheit und ihre Spiegelung in Liebesleid und Herzensfreud'. Der Glanz in Riccis fein geformter Stimme brachte im Dialog mit Richards Schattierungsmöglichkeiten die barocke Rhetorik zum Strahlen. Nicht nur mit der Begleitung, sondern auch mit den instrumentalen Zwischenstücken, formte "La Fenice" ein idealtypisches Ganzes zum Thema frühbarocke Musik. Plastisch und mitreißend für das Publikum.











