Kokainring in zwei Bezirken gesprengt
Acht Dealer verhaftet: Sie versorgten 30 Abnehmer mit Drogen und finanzierten so ihre eigene Sucht. Bosnier importierte hochwertiges Kokain über Balkan-Route.

Foto © APAPolizei forschte acht Männer aus, die Abnehmer imit Drogen versorgten
Eine munter sprudelnde Kokain-Quelle haben jetzt die Suchtgift-Ermittler des Landeskriminalamtes für Kärnten stillgelegt: Sie nahmen einen Bosnier und sieben Kärntner (26 bis 48 Jahre) fest, die in den vergangenen Monaten 30 Süchtige (18 bis 50 Jahre) in den Bezirken St. Veit und Feldkirchen mit Kokain sowie mit anderen Drogen beliefert haben.
Balkanroute. Der in Villach lebende Bosnier (34) importierte das Kokain bei Schmuggelfahrten mit seinem Pkw über die Balkanroute von Bosnien über Kroatien und Slowenien. Insgesamt 250 Gramm hochprozentiges Kokain im Wert von zirka 20.000 Euro gab er in Villach an einen St. Veiter Frühpensionisten (48) weiter. Dieser streckte die 250 Gramm mit "Kaffeeweißer" - einem Milchpulver - und erhielt so ein halbes Kilo der begehrten Droge.
Netzwerk. Über ein Netzwerk, zu dem Maurer, Fassadenputzer, ein Fleischhauer, ein Schrotthändler, ein Versicherungsmakler gehörten, wurde das Kokain im Raum St. Veit und Feldkirchen weiterverkauft. Der Drogenring handelte auch mit Haschisch, Marihuana, Ecstasy. Der Straßenverkaufswert der umgesetzten Drogen beläuft sich auf insgesamt 60.000 Euro. "Mit den Einnahmen finanzierten die acht Männer großteils ihre eigene Drogensucht", so ein Ermittler. "Einer von ihnen hat übrigens auch 150 Schachteln Viagra gewinnbringend weiterverkauft."
Seit Herbst auf der Spur. Die Kriminalisten waren dem Drogenring seit Herbst 2006 auf der Spur. Die umfangreichen Ermittlungen führten sie gemeinsam den Bezirkspolizeikommanden St. Veit und Feldkirchen.












