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"Rush Hour" lässt die Wogen hochgehen

Auf dem Gehsteig parkende Autos sowie Lieferanten und Busse verursachen Staus in Feldkirchner 10.-Oktober-Straße. Mehr Kontrollen und neue Ladezeiten gefordert.

 
Es wäre gut, wenn in der 10.-Oktober-Straße wieder mehr kontrolliert werden würde. Viele Autos parken halb am Gehsteig, halb auf der Straße und das führt zu Staus. Manchmal ist es fast wie eine kleine Rush Hour." Gunter Duschlbaur, Leiter der Wirtschaftskammer Feldkirchen, spricht zahlreichen Autofahrern aus der Seele. Auch Vizebürgermeister Robert Schurian kennt das Problem: "Zu Stoßzeiten steht alles."

Verordnung. Er fordert eine Verordnung, dass nur morgens und abends be- und entladen werden darf: "Wenn das in anderen Städten möglich ist, warum nicht auch bei uns?" Laut Duschlbaur und Christof Zechner, Obmann der Fe´-Aktionsgemeinschaft, gibt es eine solche Verordnung. Warum trotzdem zu jeder Tageszeit Lieferanten unterwegs sind, erklärt Verkehrsreferent Stadtrat Herwig Röttl: "Grundsätzlich dürfen kleinere Lkw jederzeit 20 Minuten lang be- und entladen. Für Lkw ab 3,5 Tonnen besteht ein Fahrverbot, ausgenommen zwischen 19 und 10 Uhr sowie zwischen 12.30 und 15.30 Uhr." Darauf wird auf Tafeln beim Kreisverkehr und bei der Wirtschaftskammer hingewiesen.

Ständig unterwegs. Als Ladezonen dienen die Gehwege – sofern diese nicht verparkt sind, dann müssen die Lkw auf der Fahrbahn stehenbleiben. Die von Duschlbaur geforderten Kontrollen der Parksünder würden laut Röttl aber rigoros durchgeführt: "Unsere Wachorgane sind ständig unterwegs." Außerdem gebe es in der Innenstadt rund 400 Parkplätze. Allerdings steht der seitens der Aktionsgemeinschaft errichtete Klaus-Parkplatz halb leer. "Viele dürfte der Schranken abschrecken. Und natürlich kostet dort das Parken etwas, aber die Kunden bekommen die Gebühr bei ihrem Einkauf rückerstattet", sagt Duschlbaur.

Bus-Problem bleibt ungelöst. Der Wirtschaftskammer-Chef beklagt auch, dass die Busse vom Busbahnhof zum Bahnhof durch die 10.-Oktober-Straße fahren: "Auch nach zahlreichen Gesprächen war es nicht möglich, dass diese die Straße umfahren." Röttl gibt zu, dass vor allem mittags viele Schulbusse die Straße passieren und es somit zu Wartezeiten für Autofahrer kommen kann.

Angst vor weniger Kunden. Handlungsbedarf sieht er aber keinen: "Ich halte nichts davon, ein System, das sich bewährt hat, umzuschmeißen." An ihn seien auch keine Beschwerden herangetragen worden, so Röttl. Ein Grund, warum vor allem Wirtschaftstreibende die Situation nicht beim zuständigen Stadtrat beanstandet haben, dürfte die Angst vor weniger Kunden sein. Duschlbaur: "Manche sagen, dass die Straße zur Einbahn werden soll. Wir wollen aber niemanden aussperren. Schließlich müssen wir froh sein, wenn jemand in die Stadt kommt."

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