Ausbaupläne für den Feldkirchener Flugplatz
Landebahn am Feldkirchner Flugplatz wird verlängert. Land, Stadt und Flugverein investieren 170.000 Euro. Vorhaben soll Lärm reduzieren.

Foto © kk/FlugsportvereinBald mehr "Anlauf": Startbahn des Flugplatzes
Am Feldkirchner Flugplatz können die Piloten bald mehr ?Anlauf“ nehmen. Die Start- und Landebahn wird um rund 100 Meter verlängert. Die Verträge dafür wurden vor Kurzem unter Dach und Fach gebracht.
Adaptierung.
"Durch die geplanten Maßnahmen soll die Sicherheit für die Piloten weiter erhöht werden", sagt Alfred Schretter, Vorstandsmitglied des "Flugsportvereines Feldkirchen/Ossiacher See" (FSV). Derzeit zähle die Bahn, so Schretter, zu den kürzesten in ganz Österreich. Begonnen werden soll mit der Adaptierung bereits heuer. Wann die Piloten erstmals auf dem Teilstück, das stadtwärts dazukommt, aufsetzen können, steht derzeit noch nicht fest. Die Kosten von 170.000 Euro teilen sich das Land Kärnten, die Stadtgemeinde Feldkirchen sowie der Flugsportverein.
Lärmpegel.
Auf die derzeitige Frequenz von knapp 3000 Flügen pro Jahr wird der Ausbau keinen Einfluss haben. Die Anrainer haben ja eine Erhöhung des Lärmpegels befürchtet (die Kleine Zeitung berichtete). Schretter: "Wir erwarten durch die Verlängerung keine Erhöhung der Flug-Frequenz." Eine längere Landebahn sei, so Schretter, schließlich kein Grund für die Piloten, extra nach Feldkirchen zu fliegen.
Weniger Lärm.
Auswirken wird sich der Umbau auf den Lärmpegel rund um den Flugplatz. Dieser soll jedoch nicht steigen, wie die Anrainer befürchten, sondern – im Gegenteil – sinken. ?Die Lärmbelastung wird sinken“, sagt Schretter. Durch die längere Bahn könne man nämlich vermehrt mit kleineren Maschinen starten. Diese verursachen weniger Lärm.
Mittagspause unmöglich.
Nach dem jüngsten Artikel in der Kleinen Zeitung – die Anrainer haben sich darin unter anderem über mangelnde Information beklagt – wurde die Homepage des FSV geändert. Unter der Rubrik ?Bürgerservice“ wird ab jetzt über ?außergewöhnliche“ Lärmbelastungen durch erhöhtes Flugaufkommen, wie bei Veranstaltungen, informiert. ?Wir kommen den Anrainern entgegen, wo es möglich ist“, sagt Schretter. Ein klares ?Nein“ gibt es jedoch zur geforderten Einhaltung einer Mittagspause. Schretter: ?Aufgrund der thermischen Verhältnisse ist eine Flugpause zur Mittagszeit unmöglich.“
Features
Der Verein
- Gegründet. Am 4. Juli 1951
- 60 aktive Mitglieder
- Ausstattung. Verein verfügt über eine Motormaschine, einen Motorsegler sowie über mehrere Segelflugzeuge
- Flug-Frequenz. Knapp 3000 Flugzeuge pro Jahr
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