Lösung für Warteraumstreit
Sperrt Warteraum am Busbahnhof Feldkirchen wieder auf? OVP-Vorschlag sieht Teilung der Miete zwischen Gemeinden und ÖBB-Postbus GmbH vor.

Foto © Schusser
Bereits seit einem Jahr müssen Gäste am Busbahnhof Feldkirchen vor einem verschlossenen Warteraum ausharren. Grund für die Schließung war, dass der Raum immer wieder verwüstet wurde. Lösungen wurden damals angekündigt. Nun könnte endlich Bewegung in die Sache kommen. Achill Rumpold, ÖVP-Bezirksparteiobmann, wartet mit einem Lösungsvorschlag auf.
Miete übernehmen.
"Ich habe unter anderem mit Erwin Kletz, Kärntens Regionalmanager der ÖBB-Postbus GmbH, gesprochen. Diese könnte künftig mit den zehn Gemeinden des Bezirkes die Miete übernehmen. Der Mietzins würde zirka 500 Euro betragen. Jeweils die Hälfte müssten dann die GmbH und die Gemeinden bezahlen", sagt Rumpold. Rund 25 Euro monatlich würden pro Gemeinde anfallen. "Für mich ist es vordringlich, dass endlich eine Unterkunft vorhanden ist, vor allem wenn es kalt ist und für ältere Personen", sagt Rumpold.
"Salamitaktik" der ÖBB.
Feldkirchens Bürgermeister Robert Strießnig zeigt sich skeptisch. "Der Vorschlag geht in die Richtung, dass wir alle Kosten übernehmen müssen. Es geht nicht um die 25 Euro, sondern prinzipiell um die 'Salamitaktik' der ÖBB. Alle Infrastrukturkosten, die uns nichts angehen, werden immer mehr auf die Gemeinden abgewälzt", sagt Strießnig. Seitens der ÖBB heißt es: "Aufgrund der Tatsache, dass es massive Beschädigungen gab, wird der Warteraum in dieser Art und Weise nicht weitergeführt. Wenn es aber einen kreativen Vorschlag gibt, treten wir gerne in Kontakt", sagt Pressesprecher Christoph Posch.
"Frechheit".
Viele Fahrgäste bleiben unterdessen von der Situation weiter betroffen, wie Mathilde Berger aus Sirnitz. "Es ist eine Frechheit. Wir bräuchten nur einen beheizten Raum, wo man sich niedersetzen kann. Wie dieser ausschaut, ist den Leuten egal", sagt Berger, die mehrmals wöchentlich mit dem Bus fährt. Zusammen mit den zehn Gemeinden des Bezirkes und der ÖBB-Postbus GmbH solle, laut Rumpold, der Vorschlag diskutiert werden.
Features
Foto

Foto © Schusser











