Ausbau der Flattnitz kommt auf Touren
Investor will 20 bis 25 Hütten im Schigebiet errichten, das Land die Straßen und Lifte ausbauen. Für das Hüttendorf selbst fehlt derzeit nur noch die Umwidmung.

Foto © KöstingerVerschneite Hänge voller Schifahrer wünscht sich die Flattnizt nicht nur in den Ferien. Ein Hüttendorf soll Belebung bringen
Jetzt scheint die "Rettungsaktion" des einstigen "Davos von Kärnten", der Flattnitz, langsam Formen anzunehmen. Nachdem geplante Projekte wie ein nordisches Zentrum oder eine riesige Schischaukel bis auf die Turracher Höhe vor Jahren scheiterten, legte Landeshauptmann Jörg Haider vor zwei Jahren den Plan auf den Tisch, hier ein Almhüttendorf ansiedeln zu wollen. Heute, zwei Jahre später, dürfte hier endlich etwas weiter gehen.
Grundstücke. "Die Grundstücksverhandlungen sind abgeschlossen, wir haben uns mit dem Eigentümer geeinigt und jetzt ist die Raumordnung am Zug", sagt Haider. Denn das für das Projekt nötige Umwidmungsverfahren läuft derzeit noch. Der Landeshauptmann geht aber nicht davon aus, dass es hier keinerlei Probleme geben wird. Einen genauen Zeitrahmen für das Projekt möchte er trotzdem erst dann festlegen, wenn die Widmung durch ist.
Lift soll verlängert werden. Gebaut werden sollen auf der Flattnitz 20 bis 25 Almhütten durch einen privaten Investor, das Land will parallel dazu die Infrastruktur rund um das Hüttendorf verbessern. "Unsere Investition wird sich auf rund 2,5 Millionen Euro belaufen, dazu kommt die Förderung des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds", sagt Haider. Konkret sei geplant, Straßen in Flattnitz zu sanieren sowie die bestehenden Lifte auszubauen. Allein in letzteres werde man 700.000 Euro investieren, so Haider. Auch die Verlängerung eines Liftes sei geplant: "Wir wollen einen touristischen Kern bieten, dort, wo das Almhüttendorf entsteht." In die Natur rundherum wolle man dabei nicht zu sehr eingreifen. Die Gespräche mit Bischof Alois Schwarz bezüglich der Grundstücke, von denen das Bistum Gurk auf der Flattnitz zahlreiche besitzt, seien ebenfalls positiv verlaufen, so Haider.
Gemeinde. Seitens der Gemeinde Glödnitz stand man von Anfang an hinter dem Hüttendorf-Projekt. Schließlich wünscht man sich hier schon lange, dass das Schigebiet endlich wieder eine Belebung erfährt. "Wir hoffen, dass die Beschneiung dann auch auf 100 Prozent ausgebaut wird", so Adolf Isopp von der Liftgesellschaft.











