Facharbeiter kommen zum Handkuss
Trotz ARA-Kündigungen gibt es im Bezirk im vergangenen Jahr weniger Arbeitslose als 2005. Facharbeiter haben die besten Job-Chancen.

Foto © APA
Der Gang zum Arbeitsmarktservice (AMS) ist für viele nicht leicht. Als Servicepartner für Arbeitssuchende und Unternehmen versucht das AMS dabei unterstützend tätig zu sein. Im Vorjahr waren laut Arbeitsmarktservice Feldkirchen 857 Personen (7,4 Prozent) als arbeitslos gemeldet. 2005 waren es noch 861 (7,6 Prozent), 2004 "nur" 810 (7,1 Prozent) im Jahresdurchschnitt.
Leichte Steigerung. "Im Vorjahr gab es eine leichte Steigerung der vorgemerkten Arbeitslosen gegenüber 2005 und 2006", sagt Reinhard Privora, Leiter des AMS Feldkirchen. Er führt diesen Umstand darauf zurück, dass die Saison für Bauarbeiter und deren Nebengewerbe 2006 erst nach Ostern begonnen hat. Das zweite Halbjahr war aufgrund des Wetters und der sich bemerkbaren Konjunktur besser. "Die Konjunktur war so gut, dass sich nicht einmal die gekündigten ARA-Mitarbeiter statistisch auswirkten", sagt Privora. Derzeit sind zwischen 60 und 70 ehemalige Mitarbeiter der Schuhfabrik beim AMS vorgemerkt. Sie werden geschult und auf einen Job vorbereitet.
Offene Stellen. 109 offene Stellen gab es im Vorjahr, 89 im Jahr 2005 und 93 im Jahr 2004. Offene Stellen seien saisonabhängig und im Gast- sowie im Baugewerbe zu finden. Privora: "Die Auslastung in den Gastbetrieben ist aber trotz Schneemangels momentan nicht so schlecht wie angenommen." Es gibt auch Jobangebote, die mangels fehlender Arbeitnehmer nicht vergeben werden können.
Routine und Spezialisierung. "Facharbeiter würde ich derzeit mit Handkuss in einer Firma unterbringen. Sie sind aufgrund ihrer Routine und Spezialisierung bei den Unternehmen sehr begehrt", sagt Privora. Die Schwierigkeit bestehe heute auch darin, ältere, unterqualifizierte Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt unterzubringen. "Alter schützt heutzutage nicht mehr vor Arbeitslosigkeit", sagt Privora.












