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Zuletzt aktualisiert: 25.08.2012 um 20:30 UhrKommentare

Alexander Huber: "Auf dem Spielfeld führen wir eine Ehe"

Der gebürtige Feldkirchner Beachvolleyballer Alexander Huber über Partnerschaft, Kleiderordnung und Dirk Nowitzki.

Beachvolleyballer Alexander Huber

Foto © TraussnigBeachvolleyballer Alexander Huber

Olympia 2012 ist Geschichte. Waren Sie sehr enttäuscht, dass ein anderes österreichisches Team nominiert wurde und nicht Sie mit Ihrem Partner?

ALEXANDER HUBER: Vor Olympia war es noch nicht so schlimm, weil wir uns auf den Grand Slam konzentrieren mussten. Als ich die Spiele im Fernsehen verfolgte, wäre ich allerdings schon gerne dabei gewesen. Aber die Entscheidung muss man akzeptieren und die Österreicher haben dort eine gute Leistung erbracht.

Also das Ziel heißt Olympia in Rio de Janeiro in vier Jahren?

HUBER: Ja. Das ist natürlich ein noch größeres Ziel. Da wir heuer so knapp dran waren, haben wir die Olympia-Luft sozusagen schon ein bisschen schnuppern können. Mein Partner Robin war trotzdem in London und hat sich die Spiele live angesehen.

Sie haben Ihren Partner Robin Seidl angesprochen. Wie kann man sich ihre Zusammenarbeit vorstellen?

HUBER: Man kann sich diese eigentlich vorstellen wie eine Ehe. Ich sehe ihn um einiges öfter als meine Freundin. Wir trainieren jeden Tag sechs Stunden und das ist natürlich nicht immer einfach. Wir spielen jetzt die dritte Saison zusammen und wie in einer Beziehung muss man eben an sich arbeiten. Weil wenn der Partner immer die gleichen Fehler macht, dann nervt das. Es wird einfach immer anspruchsvoller, so eine Partnerschaft zu führen. Aber im Vergleich zu anderen Teams schaffen wir das ganz gut, weil wir uns auch abseits des Spielfeldes gut verstehen.

Wie lange haben Sie vor, noch mit ihm zusammenzuspielen?

HUBER: Das ist noch nicht entschieden. Damals haben wir gesagt, wir spielen auf jeden Fall bis 2012. Fakt ist, dass wir uns weiterentwickeln konnten. Und solange es bergauf geht, sollten wir so weitermachen. Aber das werden wir nach der Saison besprechen.

Sie haben heuer beim Grand Slam in Klagenfurt gespielt. Wie wichtig ist das Event für Kärnten?

HUBER: Irrsinnig wichtig, weil viele Leute extra dafür aus den unterschiedlichsten Ländern anreisen. Heuer waren auch Amerikaner und Australier dabei. Es wäre schade, wenn es das nicht mehr geben würde. Weil, das Event lebt vom Wörthersee und Kärnten vom Event. Ohne den Wörthersee wäre es nicht dasselbe.

Der Organisator dieses Events, Hannes Jagerhofer, stammt auch aus Feldkirchen. Kennen Sie ihn persönlich?

HUBER: Ich habe ihn bei den Turnieren kennengelernt. Früher hatte ich den Eindruck, dass er nicht genau weiß, wer ich bin. Aber mittlerweile kennt er mich und wir haben auch schon einiges miteinander geredet. Mein Vater kennt ihn allerdings schon länger, weil er früher beim Turnier mitgearbeitet hat.

Ihr Vater und Ihr Bruder sind als Trainer tätig. Wäre dieser Job später auch etwas für Sie?

HUBER: Ich habe mir schon oft darüber Gedanken gemacht und bereits nebenbei als Trainer gearbeitet, um ein bisschen Geld zu verdienen. Aber ich bin selber nicht so überzeugt davon, obwohl ich gute Rückmeldungen bekommen habe. Ich spiele lieber. Managen, organisieren und Pressearbeit, was ich jetzt schon für unser Team mache, gefällt mir da schon eher. Vielleicht gehe ich später in diese Richtung.

Der Volleyball-Weltverband hat vor Olympia die Kleiderordnung für Frauen geändert. Was sagen Sie als Mann dazu?

HUBER: Klar lebt der Frauen- Beachvolleyball von seinem sexy Image. Ich finde es aber gut, dass die Vorschriften aufgeweicht wurden. Jeder sollte das anziehen dürfen, was er will, solange beide das Gleiche anhaben und als Team erkenntlich sind. Ich finde es wichtig, dass durch die neuen Regeln auch mehr Rücksicht auf die verschiedenen Religionen der Teilnehmer genommen wird. Die Teams, die sich dann immer noch über das sexy Image vermarkten wollen, können das ja weiterhin tun.

Ihr Vorbild ist Dirk Nowitzki. Warum ausgerechnet ein Basketballspieler?

HUBER: Es beeindruckt mich, dass er nicht durch seine Athletik so gut spielt, sondern durch seinen Spielwitz und sein Gefühl für den Ball. Außergewöhnlich ist, dass er trotz seiner Größe ein so guter Werfer ist. Er ist auch ein Spieler, der nie aufgibt und deshalb bin ich ein so großer Fan von ihm.

LISA HOLZFEIND

Audio

Kleine Zeitung "Wie eine Ehe"

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Kleine Zeitung "Ich bin ein trickreicher Spieler"

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Kleine Zeitung "Für Kärnten irrsinnig wichtig"

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Kleine Zeitung "Schon als Trainer gearbeitet"

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Das möchte ich in meinem Leben noch einmal machen ...
... 1:1-Basketball gegen Dirk Nowitzki spielen

Mein Berufswunsch als ich klein war ...
... Profi-Beachvolleyballer

Wenn ich viel Geld im Lotto gewinne würde, würde ich ...
... unser "WeFlyHigh"-Beachteam sponsern

Glück bedeutet für mich ...
... zu Hause zu sein

Zur Person

Spitzname. Xandi

Alter. 27 Jahre

Freundin. Barbi

Verein. Aloha Beachvolleyballclub Wörthersee

Team. "WeFlyHigh"-Beachteam

Ausbildung. In Endphase: Studium Publizistik und Kommunikationswissenschaft

Erfolge. Österreichischer Staatsmeister (2011), Sieg bei World-Cup in Moskau und 17. Platz Grand Slam in Klagenfurt (2012)

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