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Zuletzt aktualisiert: 04.08.2012 um 20:30 UhrKommentare

Tödliches Risiko ist in der Region am höchsten

Laut einer Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) war im Vorjahr das tödliche Unfallrisiko im Bezirk Feldkirchen kärntenweit am höchsten. Rasen ist die Hauptursache vieler Unfälle.

Mit einer Geschwindigkeit von 180 Kilometern pro Stunde durch das Ortsgebiet. Im Bezirk Feldkirchen konnte die Polizei einen Autolenker dabei erwischen und anhalten. Vor allem junge Leute werden laut der Polizei immer öfters zu Rasern und verursachen so oft folgenschwere Unfälle.

Im Vorjahr kamen allein drei Menschen, darunter ein Motorradfahrer, im Bezirk Feldkirchen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das ist um einer mehr, als jeweils in den zwei Jahren zuvor. Eine Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) hat nun gezeigt, dass im Bezirk Feldkirchen - neben dem Bezirk Spittal an der Drau - 2011 kärntenweit das größte Risiko für tödliche Unfälle herrschte. Gerechnet auf 10.000 Einwohner gab es dort 1,0 Verkehrstote. Im Vergleich: Die Bezirke Villach-Land und Völkermarkt haben mit 0,2 die niedrigste Todesrate auf den Straßen. "Besonders hoch ist das tödliche Unfallrisiko auf Freilandstraßen. Zu hohe Geschwindigkeit ist die Hauptunfallursache", sagt VCÖ-Expertin Bettina Urbanek.

Häufige Unfallpunkte

Chefinspektor Reinhold Feichter, von der Verkehrsabteilung im Bezirk Feldkirchen, ist sich der Zahlen bewusst: "Tödliche Verkehrsunfälle werden sich aber nie verhindern lassen. Wir können nur mit verstärkter Präsenz und mehr Kontrollen rücksichtslose Raser aus dem Verkehr ziehen." Besonders an den Unfallshäufigkeitspunkten im Bezirk Feldkirchen werden verstärkte Kontrollen durchgeführt. Zu diesen Unfallhäufigkeitspunkten gehören vor allem die Umfahrungsstraße um die Stadt Feldkirchen, die angrenzende B 93 Gurktal Bundesstraße und die Kreuzung vor dem Fachmarktzentrum. Heuer gab es bereits zwei tödliche Verkehrsunfälle, einen in der Wutte-Kurve in Waiern und einen auf der Umfahrungsstraße von Markstein nach Sittich. Auch vor der Feldkirchner Bezirkshauptmannschaft passieren aus Unachtsamkeit immer wieder Auffahrunfälle. "Bis jetzt gab es aber Gott sei Dank keine Verletzten, sondern nur Sachschaden", sagt Feichter.

Keine Unfallhäufigkeitspunkte gibt es hingegen im Bezirk St. Veit. "Dafür müssten in etwa drei Unfälle an einer Stelle passieren", sagt Bezirkspolizeikommandant Horst Jessenitschnig. Im Vorjahr gab es bezirksweit auch hier drei Verkehrstote, in den zwei Jahren davor waren es jeweils zwei. Ein Motorradfahrer kam 2011 auf der Metnitztal Landesstraße ums Leben. Zwei tödliche Autounfälle passierten auf der Schnellstraße S 37 in Althofen und der B 93 Gurktal Bundesstraße in Weitensfeld. Gerechnet pro 10.000 Einwohner ergibt das für 2011 eine Zahl von 0,5 Verkehrstoten. Damit liegt der Bezirk St. Veit - was das Risiko für tödliche Verkehrsunfälle betrifft - kärntenweit im Mittelfeld. Heuer gab es im Bezirk St. Veit bisher einen tödlichen Verkehrsunfall.

Mit einem vom Bundesministerium für Verkehr erstellten Programm sollen bis 2020 die Unfälle österreichweit um 40 Prozent verringert werden. Tödliche Verkehrsunfälle sollen um 50 Prozent gesenkt werden. Ob das realistisch ist, kann Feichter noch nicht sagen: "Wichtig ist aber, dass man ein Ziel hat."

LISA HOLZFEIND

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