Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Mai 2013 18:57 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt Sie singen für ihr Leben gerne Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Feldkirchen Nächster Artikel Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt Sie singen für ihr Leben gerne
Zuletzt aktualisiert: 21.07.2012 um 19:30 UhrKommentare

"Ich war die Löwin im Hintergrund"

Hartlauer-Mitbegründerin Renate Hartlauer, gebürtige Feldkirchnerin, im Gespräch über Familie, Karriere, Unruhestand und Afrika.

Foto © Schusser

Der Löwe steht für Kraft und Mut und ist seit Anfang der 1980er-Jahre das Firmensymbol von Hartlauer. Welche Eigenschaften schreiben Sie sich zu, mit welchem Tier würden Sie sich vergleichen?

RENATE HARTLAUER: Am ehesten wohl mit einer Löwin. Ich habe immer im Hintergrund alles zusammengehalten.

1971 haben Sie sich mit Ihrem Mann selbstständig gemacht. Würden Sie sich das heutzutage wieder trauen?

HARTLAUER: Auf jeden Fall. Jeder kann das machen, wenn er die Liebe und die Bereitschaft dazu hat. Als mein Mann und ich uns selbstständig machten, haben auch viele gesagt, ihr traut euch was in einer wirtschaftlich so schwierigen Zeit. Doch es gab so viele gewaltige Erlebnisse. Die Kunden sind vor dem Geschäft gesessen und haben gewartet, bis wir aufsperren. Mein Mann war ein Spitzenverkäufer, ich habe ihn im Hintergrund gestärkt.

Wie haben Sie Ihren Mann eigentlich kennengelernt?

HARTLAUER: Bei einer Geschäftsreise in Italien. Er war Pressefotograf. Vor 42 Jahren bin ich mit ihm nach Steyr gegangen. Wir haben beide immer gerne und viel gearbeitet und die Arbeit eigentlich nie als solche empfunden.

Mittlerweile sind Sie über 60 Jahre alt. Genießen Sie den Ruhestand?

HARTLAUER: Ich bin immer noch im Unternehmen tätig. Beispielsweise führe ich die Qualitätskontrolle bei den Passbildern durch. Aber auch in unserer Mitarbeiterakademie, die einzigartig in Österreich ist, bin ich tätig und bei Besprechungen bin ich auch dabei. Außerdem besuche ich regelmäßig einige unserer 160 Geschäfte. Mir macht das noch immer Spaß.

Im Jahr 2000, nach dem Tod Ihres Mannes, übernahm Ihr Sohn Robert mit nur 25 Jahren das Unternehmen.

HARTLAUER: Robert hat sehr viel von meinem Mann und er war auch schon vorher in die Geschäfte eingebunden. Zwei Jahre lang hat mein Sohn meinen Mann begleitet und dabei viel gelernt.

Wie haben Sie die schwere Zeit nach dem Tod Ihres Mannes gemeistert?

HARTLAUER: Ich bin ein sehr gläubiger Mensch. Mein Mann hat in seinem Leben so viel geschafft, wir hatten ein sehr intensives Familien- und Geschäftsleben und eine schöne Zeit miteinander. Dafür bin ich sehr dankbar.

Sie haben drei Kinder. Sind alle im Unternehmen tätig?

HARTLAUER: Außer meinem Sohn arbeitet auch noch meine Tochter Eva mit. Sie hat die gesamte Ausarbeitung über. Meine jüngere Tochter Ingrid studierte Rechtswissenschaften. Unsere Kinder sind im Unternehmen aufgewachsen.

Wie haben Sie Familie und Karriere unter einen Hut gebracht?

HARTLAUER: Vormittags war ich beruflich unterwegs. Wenn die Kinder zu Mittag von der Schule nach Hause kamen, war ich da. Am Abend, wenn die Kinder im Bett waren, arbeitete ich in der Dunkelkammer. Es war mir immer wichtig, zu Hause bei den Kindern zu sein. Ich wollte ja, dass die Kinder meine Werte annehmen und nicht die irgendeines Kindermädchens. Natürlich tut man sich aber als Selbstständige leichter, sich seine Zeit einzuteilen.

Ist bei Familienfeiern eigentlich das Geschäft immer ein Thema?

HARTLAUER: Unsere Gesprächsthemen sind bunt gemischt. Wir haben schon immer gerne Feste mit der Großfamilie gefeiert.

Was nicht viele wissen, Sie betreuen soziale Projekte in Afrika?

HARTLAUER: Mein Mann und ich waren 1999 in Kenia auf Urlaub. Ich habe damals die Zustände in einer Schule gesehen und es entstand der Wunsch, den Leuten zu helfen. Ich habe ein Gymnasium bauen lassen. Mittlerweile besuchen rund 700 Kinder die "Franz Josef Secondary School". Ein- bis zweimal im Jahr fliege ich dorthin auf Besuch. Die Schüler sagen Mama zu mir.

Wie oft zieht es Sie eigentlich noch nach Kärnten?

HARTLAUER: Drei- bis viermal im Jahr. Ich wohne dann bei meinem Bruder und seiner Familie. In Feldkirchen fühle ich mich immer noch zu Hause, es ist meine Heimat. Auch meine Kinder fühlen sich hier wohl.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

HARTLAUER: Für mich ist eigentlich alles, was ich tue, Freizeit. Ich treffe mich gerne mit Leuten und genieße die Zeit mit meinen drei Enkelkindern. Ich versuche mir immer bewusst zu sein, wie gut es mir geht und wie schön das Leben ist. Ich bin dankbar dafür.

INTERVIEW: CHRISTIANE CANORI

Audio

Kleine Zeitung Renate Hartlauer über die Anfänge des Unternehmens

Audio

Kleine Zeitung Soziales Engagement in Afrika

Audio

Kleine Zeitung Hartlauer über den Tod ihres Mannes

FAKTEN

Name. Renate Hartlauer, geborene Koblmüller

Alter. 67

Wohnort. Steyr in Oberösterreich

Beruf. Mit 21 Jahren war sie die jüngste Fotografenmeisterin Österreichs

Unternehmen. Dieses hat sie mit ihrem Mann Franz Josef aufgebaut. 1971 wurde das erste Geschäft in Steyr eröffnet. Mittlerweile umfasst Hartlauer 160 Geschäfte in ganz Österreich. 2000 starb Franz Josef Hartlauer. Sein Sohn Robert, damals 25 Jahre alt, führte das Unternehmen weiter

FAKTEN

Meine Stärken . . .

. . . ich bin optimistisch, hilfsbereit, fröhlich und umgänglich

Meine Schwächen . . .

. . . ab und zu bin ich zu perfektionistisch

Drei Dinge, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde . . .

. . . mit drei Sachen komme ich nicht aus

In meinem Kühlschrank fehlt nie . . .

. . . Acidophilusmilch aus Kärnten

Feldkirchen . . .

. . . meine Heimatstadt

Bezirkswetter

  • Montag, 20. Mai 2013
    • Min: 5°C
    • Max: 19°C
    • Nsw.: 20%
    Wolkig
  • Dienstag, 21. Mai 2013
    • Min: 5°C
    • Max: 17°C
    • Nsw.: 25%
    Wolkig
  • Mittwoch, 22. Mai 2013
    • Min: 7°C
    • Max: 20°C
    • Nsw.: 55%
    Regenschauer

Babys aus der Region

Gezwitscher live aus der Redaktion

Just, Fotolia, KLZ (Montagen)

Kurznachrichten aus Klagenfurt, Sankt Veit und Feldkirchen sowie Insider-Infos der Redaktion: Folgen auch Sie uns auf Twitter!



Spendenaktion

KLZ/Susanne Hassler

Wenn auch Sie für "Kärntner in Not" spenden wollen:

Spendenkonto: 100 337 401

BLZ: 17.000

Hochzeiten/Jubiläen

Leserfotos aus dem Bezirk

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 

Kärntner des Tages

Für die Natur am Drücker
Kennen Sie auch jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!
 
Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
 

Events der Umgebung

Newsletter bestellen

Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

 

Wien-Angebot

Wir liefern die Regionen- Ausgabe der Kleinen Zeitung nach Wien.

Wallpaper

 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang