Feldkirchner im Land der Scheichs
Vor 33 Jahren begann die Auslandskarriere des Feldkirchners Othmar Wutscher auf den Philippinen. Jetzt leitet er einen Großkonzern in Bahrain.

Foto © PrivatOthmar Wutscher mit Frau Irmgard und den Kindern in der Wüste Riyadh
Bereits im Jahr 1979, nach dem Abschluss seines Studiums, zog es Othmar Wutscher, der seine Schul- und Jugendzeit in Feldkirchen verbrachte, beruflich ins Ausland. Fünf Jahre lang arbeitete er als Assistent des österreichischen Handelsdelegierten in Manila auf den Philippinen. Nach beruflichen Zwischenstationen in Österreich war Wutscher anschließend unter anderem in den USA, in Kirgistan, Usbekistan und Saudi-Arabien tätig. Seine Anstrengungen wurden belohnt: "Für die internationale Tätigkeit und den entsprechenden Einsatz für Österreich im Ausland wurde mir 1998 das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich verliehen."
Seit 2010 leitet der heute 57-Jährige als Vorstandsvorsitzender die "Ahmed Mansoor Al Aali Group", kurz "AMA Group", in Bahrain. Das Unternehmen, das insgesamt rund 6000 Mitarbeiter beschäftigt, agiert in den Bereichen Bau, Baumaterial, Stahlbau und Handel - unter anderem werden Sportbekleidung und Fitnessgeräte vertrieben. Über die Vorteile seiner neuen Heimat sagt Wutscher: "Nach meinen weltweiten Reisen genieße ich die Nähe zu allen beruflichen und privaten Einrichtungen. Auch möchte ich erwähnen, dass das Leben in Bahrain insgesamt sicher ist."
Neben dem Beruf bleibt dem Auslandskärntner, der in seiner Jugend mehrmals Feldkirchner Stadtmeister im Schilauf und Tennis war, nicht viel Zeit für Hobbys: "Um halbwegs fit zu bleiben, betreibe ich vor allem Nordic Walking." Großer Wermutstropfen der Auslandskarriere: Aus schulischen Gründen übersiedelte Wutschers Familie - nämlich Ehefrau Irmgard, die aus der Marktgemeinde Liebenfels stammt, sowie die beiden Kinder Marie-Victoria (13) und Thomas (11) - nicht mit nach Bahrain.
"Fern-Pendler"
So sieht der "Fern-Pendler" seine Familie nur alle vier bis sechs Wochen, wenn er sie in Grundlsee im Ausseerland besucht. Im Herbst wird der Auswanderer wieder öfter in Österreich sein, da er nebenberuflich an den Fachhochschulen in Villach und Kapfenberg lehrt: "Ich habe 2011 damit begonnen, meine internationalen beruflichen Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben."
Feldkirchen bleibt für den 57-Jährigen seine Heimat, die er "immer vermisst". Dabei denkt er vor allem an seine Jugendfreunde: "Die habe ich leider größtenteils aus den Augen verloren, aber sicherlich nie aus dem Sinn." Wutschers Tipp für alle Auswanderer: "Immer wieder zurück in die Heimat zu kommen, weil man dabei daran erinnert wird, wie schön es ?zu Hause' ist!"
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