Im Glantal sind die Raupen los
Große Nester von Nachtfalterraupen ziehen derzeit an der Bundesstraße in Liebenfels Blicke auf sich.

Foto © HolzfeindDie von den Raupen befallenen Bäume stehen direkt neben der Ossiacher Bundesstraße
Sie hängen wie Fledermäuse an den Bäumen neben der Ossiacher Bundesstraße in Liebenfels. Experten oder Hobbybiologen wissen aber sofort, um was es sich bei dieser Erscheinung handelt. Es sind die Nester von hungrigen Nachtfalterraupen, des sogenannten "Frühlings-Wollafter", die es auf die Blätter der Bäume abgesehen haben.
"Diese Raupen kommen in Kärnten immer wieder vor. Allerdings ist es im März und April, wo die Nachtfalter die Eier legen, vom Wetter her oft nass und feucht, woraufhin die Eier verpilzen. Heuer herrscht ein Ausnahmezustand, weil es ziemlich trocken war und viele Tiere überlebt haben und schlüpfen konnten", so Bernhard Gutleb von der Naturschutzabteilung des Landes Kärnten. Die Nester der bis zu sechs Zentimeter langen Raupen können die Größe einer Schuhschachtel erreichen. Sie hängen bevorzugt an Linde, Birke, Schlehdorn und Eberesche. "Für die Bäume stellen die Raupen aber keine Gefahr dar, sie fressen nur die Blätter. Der Baum wächst dadurch zwar etwas langsamer, aber die Blätter treiben meist im gleichen Jahr wieder aus", so Gutleb. Spätestens im Juli werden die Raupen ihre Gespinste wieder verlassen.











