Für Hannes Biedermann ist die Welt eine Scheibe
Der 29-jährige Eishockey-Experte Hannes Biedermann aus Feldkirchen wurde von der "Sports Media Austria" ausgezeichnet - und zwar mit dem "Sportjournalistenpreis 2012".

Foto © KK/PrivatDer gebürtige Feldkirchner Hannes Biedermann in der Eishockey-Halle, sozusagen in seinem zweiten "Wohnzimmer"
Er selbst hat nie aktiv Eishockey gespielt, dennoch begleitet ihn der Puck seit seinem vierten Lebensjahr. 1987 war es, als Vater Peter seinen Dreikäsehoch erstmals mit zu einem VSV-Heimspiel in die Villacher Stadthalle nahm. Aus der kindlichen Begeisterung entwickelte sich eine Passion, später ein erfolgreicher Beruf. Hannes Biedermann verfolgt seit zwei Saisonen für "Servus-TV" und den "Standard" das nationale Eishockey-Geschehen analytisch und erhielt dafür von der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten "Sports Media Austria" den "Sportjournalistenpreis 2012" in der Kategorie "Multimedia-Berichterstattung".
"Ich freue mich riesig für den Eishockey-Sport. Normalerweise bekommen diese Auszeichnungen nur Kollegen, die über Fußball und Skisport berichten", ortet Biedermann eine höhere Akzeptanz und ein gesteigertes Image der Puckjäger. Elf Multimedia-Konzepte waren bei "Sports Media Austria" eingereicht worden. Biedermanns "Vier Säulen"-Projekt, das neben Text und Bild die Interaktion mit dem Leser in den Mittelpunkt der Kommunikation stellt, überzeugte alle.
Voll infiziert vom Eishockey-Virus wurde der einstige Maturant am BRG Feldkirchen in Schweden, während der ledige Student an der Stockholmer Uni Politikwissenschaften studierte. Die Erstligapartien der "Eliteserien" waren Pflichttermine. Als beim Stockholmer Eishockey-Stadtverband "Söndermaln" ein Mitarbeiter gesucht wurde, heuerte er als Teilzeitkraft an, "Eliteprospects", das Internetportal für Transfers und Spielermärkte, engagierte ihn. Auch neben seinem zwischenzeitlichen Hauptberuf als Uni-Lektor in Wien beschäftigte sich der Wahl-Leopoldstädter wissenschaftlich mit dem Eishockeysport, ehe "Servus-TV" und "Der Standard" sein Fachwissen nützten.
Biedermann berät auch skandinavische Klubs auf der Suche nach Talenten aus Mittel- und Südeuropa. "Ich sehe jedes Jahr mehr als 50 Partien der U20-Mannschaften", so Biedermann, dessen Netzwerk bis in die National Hockey League reicht: "Ich werde immer wieder nach Auskünften gefragt." Einigen slowenischen und ungarischen Nachwuchsspielern half er bereits zum Sprung in diverse schwedische Jugendklassen.












