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    Zuletzt aktualisiert: 15.05.2012 um 00:37 UhrKommentare

    Die Störche erobern das Glantal

    Ein Schwarm von mehr als 20 Weißstörchen nahe St. Veit gesehen. Diese Größe sei laut Experten sogar im Burgenland ungewöhnlich.

    Eines der Tiere hat sich auf einem Baum in der Nähe des St. Veiter Krankenhauses niedergelassen

    Foto © Kleine ZeitungEines der Tiere hat sich auf einem Baum in der Nähe des St. Veiter Krankenhauses niedergelassen

    In den vergangenen Tagen wurden rund um St. Veit immer wieder Schwärme von Störchen gesehen. Auf einer Wiese in Hintnausdorf waren es sogar 23 Weißstörche zugleich.

    "23 Störche auf einmal - das ist extrem viel und bei uns, soweit ich weiß, noch nie vorgekommen. In Kärnten hab ich maximal sechs Störche auf einmal gesehen. So große Schwärme sind sogar im Burgenland selten", sagt Remo Probst von "BirdLife Austria". Aber der Landwirt Werner Glanzer war Augenzeuge. "Ich habe den Acker gepflügt. Und plötzlich waren rund um mich herum mehr als 20 Störche. Sie haben Mausnester ausgegraben und Würmer gefangen." Er hat 23 Störche gezählt. Sie waren auch gar nicht scheu. "Man konnte aus dem Traktor steigen, da sprangen sie nur zwei Meter weg, ließen sich aber nicht weiter stören", so Glanzer.

    "Es handelt sich wahrscheinlich um Jungtiere, die noch nicht brüten. Sie lassen sich auf dem Flug von Afrika nach Europa mehr Zeit, weil sie noch keine Partner haben. Deshalb kommen sie später hier an", sagt Probst. Diese Tiere werden vermutlich weiterziehen. "Wenn wir Glück haben, siedelt sich ein Pärchen in der Gegend an", so Probst.

    Ansiedelung erfolgreich

    So viele Störche seien ein gutes Zeichen. In Deutschland, Österreich und in der Schweiz waren sie fast verschwunden. Durch Auswilderung in den 1990er-Jahren wurden sie wieder angesiedelt. In Kärnten vor allem in den Bezirken Feldkirchen und St. Veit. In den vergangenen Jahren vermehrten sich die Weißstörche immer mehr. Probst: "Offensichtlich hat die Initiative gegriffen."

    CORINA KUHS

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