Die Schweiz war nicht weit genug weg
Und so wanderte Christian Skalnig vor mehr als 20 Jahren nach Colorado aus. Heute lebt der gebürtige Feldkirchner in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina.
Die Schule beenden, einen Job suchen, heiraten und dort leben, wo man aufgewachsen ist. Das war nicht der Weg, den der Feldkirchner Christian Skalnig beschreiten wollte. Er wollte mehr, "something different", wie er sagt. Heute lebt Skalnig in den USA, ist verheiratet, hat einen Sohn und arbeitet bei Coca-Cola. Vor mehr als 20 Jahren kehrte er seiner Heimat den Rücken. Ein Schritt, den er nie bereut hat.
"Es war und ist nach wie vor eine spannende Reise. Wenn ich zurückschaue, habe ich keine Entscheidung der vergangenen 24 Jahre bereut", so Skalnig. Nach der Schulzeit begann der Feldkirchner in einem Gasthaus zu arbeiten und wurde Koch. In ihm wurde der Wunsch aber immer größer, wegzugehen. In der Schweiz arbeitete er ein Jahr lang als Koch. Skalnig: "Aber ich merkte schnell, die Schweiz war noch nicht weit genug weg." Sein nächstes Ziel: Aspen in Colorado, wo er in einem österreichischen Restaurant anheuerte. "Die Entscheidung, in den USA zu bleiben, habe ich nicht so einfach über Nacht getroffen. Ich war immer gerne Österreicher. Nach wie vor schaue ich mir über Google Earth gerne jene Plätze an, an denen ich aufgewachsen bin", so Skalnig.
Seit 1992
Bei "Besuchen" via Internet blieb es in den vergangenen Jahren, denn seit 1992 war Skalnig nicht mehr in Österreich.
Seit gut 20 Jahren ist der Auslands-Feldkirchner mit seiner Frau Jenny verheiratet, 1998 wurde sein Sohn Samuel geboren. Das war auch das Jahr, in dem Skalnig aus dem Restaurantgeschäft ausstieg und anfing, bei Coca-Cola zu arbeiten. Heute ist er dort als "Supply Chain Planner" beschäftigt. Ein Job, der es ihm auch ermöglicht, von zu Hause aus zu arbeiten.
Die Familie lebt in einem Haus in Charlotte, North Carolina. Anfänglich war es für den gebürtigen Österreicher nicht leicht, sich in einem anderen Land zurechtzufinden. Die englische Sprache war eine Herausforderung. Eine andere war es, sich an den "American Way of Life" zu gewöhnen. Skalnig: "Das hat einige Jahre gedauert. Am Anfang hat man einen Kulturschock, aber das legt sich mit der Zeit. Zum Auswandern braucht man Mut und den festen Glauben, dass man es schaffen kann."
An seiner alten Heimat vermisst Skalnig nach wie vor das typische österreichische Essen. Brot, Speck, Glundner Käse oder Salami - das alles hat er zuletzt 1992 gegessen, als er zu Besuch in Feldkirchen war.
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