Abverkauf in der Innenstadt
Immer mehr Geschäftslokale stehen in Feldkirchen leer. Stadtgemeinde und Kaufmannschaft lassen jetzt ein Strategiepapier ausarbeiten.

Foto © Schusser
Die Liste mit Geschäftsflächen, die in der Feldkirchner Innenstadt leer stehen, wird immer länger. Das Segafredo-Café am Schillerplatz, das Reisebüro am Hauptplatz oder der Friseur in der Oberen Kirchgasse sind nur ein paar Beispiele. Eines der jüngsten "Opfer": das Schuhhaus Rieder. Dort ist bis Ende des Monats Totalabverkauf.
Erst 2010 wurde die Filiale in der Tiebelstadt eröffnet. "Es war ein Schlag ins Wasser. In Feldkirchen haben wir in einem Jahr so viel Umsatz gemacht, wie in Villach in einem Monat", so Hellmuth Rieder, geschäftsführender Gesellschafter. Die Konsequenz: Das Geschäft wird geschlossen. Wirtschaftsreferent, Stadtrat Walter Moser beobachtet die Entwicklung in der Innenstadt mit Besorgnis: "Wir haben mit einem Kaufkraftabfluss zu kämpfen. Viele fahren nach Klagenfurt oder Villach, das schwächt unseren Innenstadtbereich. Dabei bekommt man in Feldkirchen fast alles. Nur scheinbar sind wir nicht in der Lage, diese Information auch an die Leute zu bringen." Und genau bei diesem Punkt sollen jetzt Experten ansetzen. Von Stadt und Kaufmannschaft wurde ein Feldkirchner Unternehmen beauftragt, ein Strategiepapier zu entwickeln.
Fünf-Jahres-Plan
"Wir müssen interessanter werden und unser Selbstbewusstsein stärken", sagt Moser. Im Spätherbst soll das Konzept stehen und dieses wird eine Art Fünf-Jahres-Umsetzungsplan für Feldkirchen enthalten. Die Stadt lässt sich das einiges kosten, wie viel will der Wirtschaftsreferent aber nicht verraten.
Als Erstes geht es nun aber an eine Analyse der Ist-Situation, die in wenigen Wochen fertig sein soll. Moser: "Wir versuchen jetzt, gemeinsam der Entwicklung entgegenzuwirken. Mit der Kaufmannschaft gibt es dazu monatlich Gespräche."










